Ai Weiwei und die Flüchtlinge

Der in Deutschland lebende chinesische Künstler macht mit Aktionen auf die Not der Flüchtlinge aufmerksam.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei, der seit Sommer 2015 in Berlin lebt, hat mit mehreren Aktionen auf die Not der Flüchtlinge in Europa aufmerksam gemacht. Im Februar hatte er das Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt in Rettungswesten gehüllt, die von der griechischen Insel Lesbos stammten. Er wollte damit an die Flüchtlinge erinnern, die auf dem Weg nach Europa ertrunken sind. Im März besuchte er das griechische Flüchtlingslager in Idomeni. Er ließ dort einen weißen Flügel aufstellen, auf dem eine junge Syrerin einige Minuten spielen durfte. Das bedeute, sagte Ai Weiwei, dass Kunst den Krieg besiege. Die Aktionen fanden weltweit Beachtung, stießen aber nicht immer auf Zustimmung. Tenor: Jeder weiß von der Not der Flüchtlinge und mit diesen Aktionen ist keinem von ihnen geholfen. Bis zum 30. Oktober 2016 läuft im Athener Museum für Kykladische Kunst noch eine Ausstellung mit 24 Werken des Künstlers aus den letzten Jahren sowie einem neuen, eigens für das Athener Museum geschaffenen Werk. Ein Zehntel der Einnahmen ist für die Flüchtlingshilfe in Griechenland bestimmt.

www.cycladic.gr