Berlinale 2019: Juliette Binoche wird Jury-Präsidentin

Sie ist Oscarpreisträgerin und als Schauspielerin weltweit geschätzt: Juliette Binoche wird Jury-Präsidentin der Berlinale 2019. Als Schauspielerin war sie 1987 zum ersten Mal im Wettbewerb der Berlinale vertreten.

Juliette Binoche
Juliette Binoche dpa

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick, der 2019 zum letzten Mal die Filmfestspiele in Berlin ausrichten wird, zeigte sich hoch erfreut über die Zusage Juliette Binoches: "Das Festival ist ihr besonders verbunden und ich freue mich, dass sie nun in dieser herausragenden Position zurückkommt."

Binoche ist eine der profiliertesten französischen Schauspielerinnen, die seit vielen Jahren auch international mit den wichtigsten Regisseuren zusammenarbeitet. In mehr als 70 Filmen ("Der englische Patient"/1997, "Camille Claudel 1915"/2013) begeisterte sie Kritiker wie Publikum gleichermaßen. Für ihre Rolle der Hana in "Der englische Patient" wurde sie als Beste Nebendarstellerin mit einem Oscar ausgezeichnet.

Gleich für ihre erste Hauptrolle in "Rendez-Vous" von André Téchiné erhielt sie 1985 den Romy-Schneider-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin und Standing Ovations auf dem Filmfestival in Cannes. Sie wurde damals als die Entdeckung des Jahres und große Hoffnung des französischen Kinos weltweit gefeiert.

"Freue mich auf das Rendevous mit der Jury"

"Danke für diese große Ehre und die Einladung zu Deiner letzten Berlinale, lieber Dieter, das bedeutet mir unendlich viel", schrieb die 54-Jährige in einem persönlichen Antwortschreiben an die Berlinale zurück. "Ich werde meine Aufgabe mit viel Freude und Sorgfalt angehen."

Die gebürtige Pariserin ist die erste europäische Schauspielerin, die sowohl auf der Berlinale, als auch in Cannes und Venedig mit Preisen ausgezeichnet wurde. Aktuell spielt sie in den Filmen "High Life" (2018) von Claire Denis und "Doubles vies" (2018) von Regisseur Olivier Assayas.