Zeitreise unter freiem Himmel
Freilichtmuseen in Deutschland: An diesen vier Orten erfahrt ihr, wie die Menschen dort vor Tausenden Jahren lebten.
Pfahlbauten Unteruhldingen am Bodensee
Im Bodensee stießen Taucher auf eine versunkene Welt: Sie fanden Überreste von rund 100.000 Pfählen, die einst zum Bau von Hütten im Wasser dienten. Mindestens acht Siedlungen sollen zwischen 3.900 und 850 v.Chr. nahe des heutigen Dorfes Unteruhldingen gestanden haben. Ab 1922 wurden einige der Pfahlbauten wieder aufgebaut – heute bilden sie das älteste Freilichtmuseum Deutschlands und sind Teil des UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“.
Archäologischer Park Xanten
Einen Ausflug in die Antike können Besucherinnen und Besucher am Niederrhein unternehmen. Nahe der Grenze zu den Niederlanden befindet sich Deutschlands größtes archäologisches Freilichtmuseum. Es liegt auf dem Gelände der früheren römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana, mehr als 10.000 Menschen lebten dort – und genau so viele passten in das Amphitheater des Ortes. Heute kann man unter anderem Nachbauten des Amphitheaters und eines Tempels besuchen. Der Archäologische Park Xanten gehört zum UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reichs – Niedergermanischer Limes“.
Wikinger-Museum Haithabu, Schleswig
Ab ins 10. Jahrhundert: Haithabu war eines der bedeutendsten Handelszentren der Wikinger und damit ganz Nordeuropas. Das Wikinger-Museum Haithabu lässt diese Zeit wieder aufleben: Rekonstruierte Wohnhäuser und Boote, kombiniert mit Modellen und Originalfunden, und auch Darsteller in Wikingerkleidung entführen Besucher in den Alltag der dänischen Siedlung vor 1.100 Jahren.
Freilichtmuseum Detmold, Detmold
Es ist das größte Freilichtmuseum Deutschlands: Mehr als 120 historische, original eingerichtete Gebäude aus 500 Jahren Geschichte erwarten die Besucher des LWL-Freilichtmuseums Detmold. Viele alte Haustierrassen und alte Pflanzensorten vervollständigen den Eindruck einer lebendigen Zeitreise.