„Herausragende Kuratorin“

Mit wachem Blick für gesellschaftliche Veränderungen: Franciska Zólyom kuratiert den deutschen Beitrag für die 58. Kunst-Biennale in Venedig.

Franciska Zólyom: „Ich freue mich auf einen intensiven Austausch“
Franciska Zólyom: „Ich freue mich auf einen intensiven Austausch“ dpa

Deutschland. Außenminister Sigmar Gabriel hat Franciska Zólyom, Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, als Kuratorin des offiziellen deutschen Beitrags für die 58. Biennale di Venezia 2019 berufen. Gabriel würdigte die gebürtige Ungarin „als herausragende Kuratorin, die mit ihrer Vita und ihrem bisherigen Wirken für künstlerische Koproduktion und damit für einen pro-europäischen Kunstbegriff jenseits nationaler Grenzen steht“. Die Ernennung Zólyoms zur Kuratorin des deutschen Biennale-Beitrags beruht auf einer Empfehlung des Kunst- und Ausstellungsausschusses des Auswärtigen Amts, dem Direktoren und Direktorinnen führender deutscher Kunstmuseen und weitere Kunstexperten angehören.

Austausch und Inspiration

„Ich freue mich auf einen intensiven Austausch mit Menschen, die mich im Nachdenken über Kunst und Gegenwart inspirieren“, sagte Zólyom nach ihrer Berufung. In ihrer bisherigen Arbeit für die Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst sind Veränderungen des politischen, gesellschaftlichen und urbanen Umfelds – wie Migration und andere transkulturelle Phänomene – wichtige Ansatzpunkte. Vor ihrem Wechsel nach Leipzig im Jahr 2012 war Franciska Zólyom, die Kunstgeschichte in Köln und Paris studiert hat, unter anderem Direktorin des Instituts für Zeitgenössische Kunst im ungarischen Dunaújváros.

Die Kunstbiennale in Venedig ist neben der documenta in Kassel die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Alle zwei Jahre treffen sich dort Künstlerinnen und Künstler mit Kunstinteressierten aus aller Welt, um neueste künstlerische Trends zu entdecken und zu diskutieren. Deutschland ist mit einem eigenen Pavillon auf der Biennale vertreten. Realisiert wird der deutsche Beitrag in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart. Der Beitrag zur Biennale 2017, kuratiert von Susanne Pfeffer und künstlerisch gestaltet von Anne Imhof, wurde mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

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