Das Schicksal der 43 Studenten

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis für zwei Arbeiten über Mexiko.

dpa/Britta Pedersen - Protest

Momentaufnahmen, Stimmungsbilder, Augenblicke – damit nähert sich der junge Regisseur Oliver Stiller einem eigentlich unfassbaren Geschehen: 43 Studenten sind verschwunden, wohl verschleppt von Schergen eines Drogenkartells, vermutlich tot. Stillers Kurzfilm „Esperanza 43“ erzählt vom Kampf ihrer Familien und Freunde um Gerechtigkeit. Dafür erhält er den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2016.

Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre an besonders mutige Filmemacher vergeben, die sich in ihren Arbeiten mit den Menschenrechten auseinandersetzen. Auch Alexander Bühler, Preisträger in der Kategorie Magazinbeitrag, hat sich mit dem Schicksal der 43 mexikanischen Studenten beschäftigt. In seinem Fernsehbeitrag schildert er die Reaktion der Zivilgesellschaft – vor allem von Künstlern. „Mexiko – Künstler gegen das Vergessen“ zeige eindrücklich, „wie Kunst, wenn sie denn Grenzen überschreitet, zum wichtigen Appell für Gesellschaften werden kann“, so die Jury.

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