Das Städel Museum

Das Städel ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands. Jetzt zeigt es seine Meisterwerke auch in einer virtuellen Kunstparade.

dpa/Frank Rumpenhorst - Städel Museum

Es ist die Quantität und die Qualität, die beeindruckt: 3000 Gemälde vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1000 davon in der ständigen Ausstellung, 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken der Graphischen Sammlung, 4000 Fotografien, 600 Skulpturen und 115.000 Bücher. 2015, im Jahr seines 200. Jubiläums, ist das Städelsche Kunstinstitut und Städtische Galerie – kurz Städel Museum – in Frankfurt am Main eines der bedeutendsten deutschen Kunstmuseen. Hochkarätige Ausstellungen sind sein Aushängeschild. 2015 sorgt die Schau „Monet und die Geburt des Impressionismus“ für Besucherrekorde.

Getragen wird das Museum von Spenden, Sponsoren und vor allem von einer Stiftung. In der Finanzmetropole Frankfurt ein sehr beliebtes Modell, gehen hier doch viele Institutionen, etwa das Senckenberg Museum oder die Johann Wolfgang Goethe-Universität, auf bürgerliche Stifter zurück. Im Fall des Städel war es der Frankfurter Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel, der sich ein halbes Leben lang mit dem Sammeln von Kunst beschäftigte. In seinem Testament begründete der Millionär 1815 die Stiftung „Städelsche Kunstinstitut“, um seine Kunstschätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Internationale Städelschule

Johann Friedrich Städel schwärmte nicht nur für alte Meister, er wollte auch den Nachwuchs fördern. Dieses Erbe führt die Städelschule als staatliche Hochschule für Bildende Künste fort – sehr international. Mehr als 60 Prozent der Studentinnen und Studenten kommen aus dem Ausland, um am Main Architektur, Bildende Kunst oder das Kuratieren zu studieren. Wo der Nachwuchs zuhause ist, darf sich auch ein 200 Jahre altes Museum nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen: Unter der Leitung von Direktor Max Hollein ist die Erweiterung des Bildungsauftrags in den digitalen Raum ein zentrales Projekt. Parallel zum realen, physischen Museumsbesuch gibt es seit März 2015 ein frei zugängliches und alternatives Angebot. Herzstück ist eine digitale Exponate-Plattform, die einen neuartigen Online-Zugang zu Werken der Städelschen Sammlung bietet. Die Städel App als multimedialen Ausstellungsguide, eine Spiele-App für Kinder und ein Digitorial auf der Website gehören zum Städel 2.0. 

Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“ bis zum 28. Juni 2015

www.staedelmuseum.de

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