Engagierte Kunst

150. Geburtstag von Käthe Kollwitz: Berlin und Kaliningrad erinnern gemeinsam an die große Grafikerin und Bildhauerin.

dpa - Käthe Kollwitz

Wie wird das Werk eines Künstlers zeitlos? Sind es ganz allein die Bilder oder Skulpturen, die über die Zeitläufte hinweg die Menschen faszinieren? Oder ist es dann doch vor allem die persönliche Haltung der Kunstschaffenden, die die Erinnerung an sie wachhält? Bei Käthe Kollwitz (1867-1945) spricht vieles dafür, dass man sich auch über ihren 150. Geburtstag am 8. Juli 2017 hinaus noch sehr lange an eine außergewöhnliche Künstlerin erinnern wird. An Werke wie den Zyklus „Ein Weberaufstand“ oder die Skulptur „Mutter mit totem Sohn“, die in Berlins Neuer Wache, Deutschlands zentraler Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, ihren Platz hat. Aber da ist auch die Erinnerung an Käthe Kollwitz‘ Forderungen nach Frieden und ihr großes soziales Engagement.

Neue Wache

In Berlin wird die Künstlerin zum 150. Geburtstag mit drei Ausstellungen gewürdigt. Im Willy-Brandt-Haus, in der Galerie Parterre und im nach der Grafikerin und Bildhauerin benannten Ausstellungshaus. Das Käthe-Kollwitz-Museum feiert zudem mit der Staatlichen Kunstgalerie Kaliningrad: In Kollwitz‘ Geburtsstadt, dem ehemaligen Königsberg, präsentieren beide Häuser gemeinsam eine weitere Ausstellung. In der Stadt an der Ostsee ist vorab die Broschüre „Käthe Kollwitz und ihre Spuren im Kaliningrader Gebiet“ verteilt worden; die Kaliningrader Philharmonie spielt im Dom am Abend des 8. Juli Lieblingsmusik der Kollwitz. Und das Deutsch-Russische Jugendparlament Bonn-Kaliningrad stellt ebenfalls seine Auseinandersetzung mit der Künstlerin vor.

Im Berliner Käthe-Kollwitz-Museum werden am 8. Juli wiederum die Gewinner des Wettbewerbs „Sei Käthe – Be Kollwitz“ durch das Komitee für Unesco-Arbeit gekürt. Rund 300 Berliner Jugendliche haben mit eigenen künstlerischen Arbeiten teilgenommen – geleitet von der Frage, wie Käthe Kollwitz heute Zeichen für den Frieden setzen würde.

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