Europas kulturelle Wurzeln

Kulturerbe wirkt über Landesgrenzen hinaus – das zeigt das „Europäische Kulturjahr“ 2018.

dpa - Cultural heritage

Die Kathedrale von Florenz, das Rathaus von Antwerpen, die Münchner Residenz: Diese drei beeindruckenden europäischen Bauwerke sind in der Epoche der Renaissance entstanden. Stellvertretend stehen sie für zahlreiche kulturelle Schätze Europas, die – wenn auch manchmal vielleicht nur unbewusst – zur Identität der Menschen in Europa beitragen und ihr Denken und Handeln prägen. Kulturerbe wirkt über Landesgrenzen hinaus – das will auch das „Europäische Jahr des Kulturerbes“ 2018 zeigen. Initiiert wurde es von der Europäischen Kommission.

„Einzigartiger Katalysator“

„Europas reiche nationale, regionale und lokale Vielfalt ist ein einzigartiger Katalysator für den Austausch zwischen Menschen aller Altersgruppen, sozialer Herkunft und Kulturen. Daher ist die Kommission der Ansicht, dass besonders in einer Zeit, in der Weltkulturschätze in Gefahr sind und in Konfliktgebieten zerstört werden, dem kulturellen Erbe 2018 ein Europäisches Jahr gewidmet werden sollte“, heißt es auf der Website der Deutschen Vertretung der Kommission.

3,6 Millionen Euro für Projekte

2017 stellt die Bundesregierung 3,6 Millionen Euro für Projekte bereit; Vorschläge können beim Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz eingereicht werden. Die Institution ist für den deutschen Beitrag verantwortlich. Deutschland setzt in seinem Beitrag zum Kulturerbejahr fünf inhaltliche Schwerpunkte: „Europa: Austausch und Bewegung“, „Europa: Grenz- und Begegnungsräume“, „Die Europäische Stadt“, „Europa: Erinnern und Aufbruch“, „Europa: Erbe gelebt“. Die Veranstaltungen und Aktionen stehen unter dem Motto „Sharing Heritage“. 

© www.deutschland.de