Neues deutsches Kino

Das Festival des Deutschen Films in China zeigt 15 aktuelle Produktionen – und einen Stummfilmklassiker. 

Festival des Deutschen Films in China
dpa

Am 10. November 2017 startet zum fünften Mal das Festival des deutschen Films in China. In Peking, Chengdu, Shenzhen und Nanjing werden 15 aktuelle Produktionen gezeigt. Regisseure und Darsteller präsentieren sie zum Teil persönlich. Den Auftakt bildet eine Galavorführung der DDR-Drei-Generationen-Geschichte „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ in Anwesenheit von Regisseur Matti Geschonneck. Parallel stellt Hauptdarsteller Frederick Lau den Film „Simpel“ vor, ein Roadmovie um zwei ungleiche Brüder.

E.A. Dupont bei den Dreharbeiten zum Film „Varieté“
E.A. Dupont bei den Dreharbeiten zum Film „Varieté“ dpa
Stummfilm mit Live-Musik

„Terror“ sorgte mit seinen interaktiven Elementen bei den Festivals des deutschen Films in Madrid und Buenos Aires für Begeisterung. Der Film behandelt eine fiktive Gerichtsverhandlung über den Abschuss einer Passagiermaschine, um einen Terroranschlag zu verhindern. In China ist Regisseur Lars Kraume vor Ort, wenn das Publikum über schuldig oder nicht schuldig abstimmen darf. Michael Koch fand mit seinem Langfilmdebüt „Marija“ auf den Festivals in Locarno und Toronto große Beachtung. Sein Film erzählt die Geschichte einer junge Ukrainerin, die in einem Hotel in Dortmund putzt, jedoch von einem eigenen Friseursalon träumt. Da bei den vergangenen Festivals die Stummfilmvorführungen absolute Publikumsrenner waren, wird dieses Jahr Ewald André Duponts „Varieté“ aus dem Jahr 1925 gezeigt – mit Live Musik-Begleitung der in China sehr erfolgreichen Experimental Music Band Chui Wan.