Das Münchner Oktoberfest

Auf dem Münchner Oktoberfest entführt die „Oide Wiesn“, die Alte Wiese, die Besucher mit nostalgischem Charme in eine vergangene Zeit.

picture-alliance/dpa - Oktoberfest
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Bereits seit 1810 pilgern Besucher zur Theresienwiese, wenn auch vom größten Volksfest der Welt damals noch keine Rede sein konnte. Um Nostalgikern und Traditionsbewussten ein Bild aus diesen Tagen zu vermitteln, wurde 2010 eine historische Wiesn ins Leben gerufen. Die „Oide Wiesn“ (Alte Wiese) im Süden der Theresienwiese lässt die gute alte Zeit wieder aufleben. Gerade für Familien mit Kindern und ältere Menschen ist sie eine Alternative zum benachbarten Riesenrummel auf dem Oktoberfest. Bayerisches Brauchtum, Münchner Gastlichkeit und traditionelle Volksmusik stehen hier im Vordergrund. Etwa im Festzelt „Tradition“: Feine Schmankerl, Blasmusik und das Trachtenprogramm versprechen Authentizität. Das Festbier wird im traditionellen Keferloher, im grauen Steinkrug, serviert. Für die passende Stimmung sorgen Goaßlschnalzer (Peitschenknallen) und der bayerische Tanz Schuhplattler. Dass die Veranstalter alles andere als von gestern sind, beweist die Speisekarte im gemütlichen Herzkasperl-Festzelt: Hier stehen neben Wiesnhendln und Fleischgerichten aus biologischer Herkunft jetzt auch vegane Gerichte auf der Speisekarte.

Auch im 19. und 20. Jahrhundert gehörte zum gelungenen Wiesn-Ausflug ein Besuch bei den Schaustellern und ihren Fahrgeschäften. In der altehrwürdigen Krinoline (Sofa-Karussell) können Gäste Retro-Runden drehen und sich in der Hexenschaukel durch die Zeit wirbeln lassen. Spaß haben sowohl Fahrgäste als auch Zuschauer beim Juxradln im kuriosen Velodrom. Wer dabei neugierig auf das bewegte Leben der Schausteller wird, kann das Museumszelt der Münchner Schausteller-Stiftung besuchen. 

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