Innovationen für Afrika

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat vier afrikanische Wissenschaftler für herausragende Forschungsleistungen ausgezeichnet.

Bildungsministerin: Anja Karliczek
dpa

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat Anfang Mai 2018 in Berlin eine Wissenschaftlerin aus Uganda sowie jeweils einen Wissenschaftler aus Ägypten, Kenia und Nigeria gemeinsam mit den deutschen Kooperationspartnern für ihre herausragenden Forschungsleistungen mit dem Deutsch-Afrikanischen Innovationsförderpreis ausgezeichnet. Die prämierten Projekte befassen sich mit innovativen Lösungen in verschiedenen Lebensbereichen: Eine neuartige Multimedia-Anwendung für Mobiltelefone verbessert die Gesundheitsinformation für Schwangere in ländlichen Gebieten, und das auch für Analphabeten. Maniok-Schalen, sonst nur Abfall in Afrika, werden zu neuen hochwertigen Technologieprodukten verarbeitet, unter anderem zu Baustoffen. In der deutsch-ägyptischen Kooperation werden neuartige Energieversorgungssysteme für Gebäude entwickelt, die den Kühlenergiebedarf senkt. Und das Problem, dass in Afrika durch unsachgemäße Lagerung  häufig hohe Nachernteverluste entstehen, wird durch eine neue Getreidelagertechnik gelöst, die nun auch von lokalen Start-up Unternehmen genutzt werden kann. Der Preis ist mit jeweils 150.000 Euro dotiert und wird in Form einer Projektförderung für deutsch-afrikanische Kooperationsprojekte verliehen.

Teil der Afrika-Strategie

„Der Deutsch-Afrikanische Innovationsförderpreis ist eine Maßnahme im Rahmen unserer Afrika-Strategie, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Unterstützung von Wissenschaft, Forschung und Entwicklung in Afrika aufgesetzt hat“, sagte Bundesministerin Anja Karliczek anlässlich der Preisverleihung. „Ich freue mich darüber, dass wir heute so vielversprechende Talente und Projekte auszeichnen. Die Preisträger gehen mutig voran mit ihren gemeinsamen Projekten, die in Afrika für innovative Lösungen sorgen und den Menschen neue Perspektiven ermöglichen. Ihre wissenschaftliche Leistung wollen wir heute würdigen und damit die nachhaltige Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent fördern. Denn es ist uns ein wichtiges Anliegen und auch ein Kernziel unserer Afrika-Strategie, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Forschung zu unterstützen. Deshalb werden wir den Preis auch in den kommenden Jahren verleihen, um weiterhin wichtige Impulse für die deutsch-afrikanische Zusammenarbeit und Innovationen in Afrika zu setzen.“