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Partnerland Japan

Japan bringt eine Menge Innovationen mit auf die CeBIT.

Deutschland. Japan macht‘s vor. Am Flughafen Haneda in Tokyo werden Besucher bereits von Robotern empfangen. Nicht etwa mit einen programmierten „Hallo“, sondern interaktiv. Denn die Humanoiden namens „Emiew3“ können schon Stimmen und Bilder verarbeiten und darauf reagieren. Sie beantworten Fragen und begleiten Touristen sogar zum gesuchten Gate. Auf dem Weg zum Hotel können Besucher beobachten, wie Flughafenmitarbeiter mühelos Gepäckstücke verladen. Exoskelettanzüge, die mit Hilfe von Sensoren die Nervensignale des Trägers messen und mit künstlichen Gliedmaßen die Bewegung unterstützten, machen es möglich. Der Hersteller Cyberdyne ist übrigens seit 2013 auch in Deutschland vertreten. Als Cyberdyne Care Robotics mit Sitz in Bochum unterstützt er Patienten mit Rückenmarksverletzungen und zunehmend auch Schlaganfallpatienten mit nervengesteuerten Exoskeletten bei der Rehabilitation.

Der Professor und sein Roboter

Japan will nicht nur die Wirtschaft auf Industrie 4.0 umrüsten, das technikaffine Land will mit dem Regierungsprogramm „Society 5.0“ die ganze Gesellschaft digitalisieren. Auf der CeBIT im März 2017 in Hannover präsentiert sich Japan als Partnerland 2017 mit dem größten Länderpavillon in der Geschichte der IT-Messe. Zur Eröffnung kommen Ministerpräsident  Shinzo  Abe und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit Spannung wird auch der Auftritt von Professor Hiroshi Ishiguro auf der CeBIT Global Conferences 2017 erwartet. Der Direktor der Intelligent Robotics Laboratory am Department of Adaptive Machine Systems der Universität Osaka hat unter anderem einen humanoiden Roboter nach seinem Abbild entwickelt. Ishiguro befasst sich mit der Zukunft einer technikgesteuerten Welt und stellt sich unter anderem die Frage: „Wird der Mensch  zum Auslaufmodell?“.

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