Partnerschaft für den Durchbruch

Die Europäische Union arbeitet mit Südkorea an der Mobilfunktechnik der nächsten Generation.

dpa/Daniel Reinhardt - 5G

Die Europäische Union und Südkorea arbeiten bei der Entwicklung der Mobilfunktechnik der nächsten Generation (5G) eng zusammen. Beide Seiten unterzeichneten im Juni 2014 eine entsprechende Vereinbarung. Erste gemeinsame Forschungsprojekte sollen 2016 auf den Weg gebracht werden. „5G ist die Netztechnik und -infrastruktur der Zukunft, die die erforderlichen Kapazitäten bieten wird, um der massiv steigenden Nutzung der Kommunikationstechnik – insbesondere der Drahtlostechnik – durch Mensch und Maschine gerecht zu werden. 5G wird nicht nur schneller sein, sondern auch neue Funktionen und Anwendungen von hohem gesellschaftlichem und ökonomischem Wert hervorbringen“, heißt es in einer Stellungnahme der Kommission.

Südkorea gilt als Vorreiter auf dem Gebiet des Mobilfunks. Samsung hatte im Oktober 2014 erklärt, Fortschritte bei der Entwicklung eines 5G-Netzes erzielt zu haben. Bei Tests sei es gelungen, Daten mit einer Geschwindigkeit von mehr als einem Gigabit pro Sekunde zu übertragen. Das ist etwa das Zehnfache der Geschwindigkeit in dem heute schnellsten Datenfunk-Netz LTE. Die EU will bei der Entwicklung der neuen Technologie eine führende Rolle spielen. Im Dezember 2013 hatte die Kommission bereits die öffentlich-private 5G-Partnerschaft ins Leben gerufen. Die EU investiert im Rahmen des Programms Horizont 2020 in den kommenden sieben Jahren 700 Millionen Euro in die 5G-Partnerschaft. Die Industrie mit Alcatel-Lucent, Atos, Deutsche Telekom, Ericsson, Nokia, Orange, Telecom Italia, Telenor und Telefónica soll diesen Betrag auf über 3 Milliarden Euro aufstocken. Die 5G-Netze sollen die Nachfolge des LTE-Netzes antreten. Experten rechnen damit, dass der neue Standard von 2020 an eingeführt werden kann. Ein kompletter Spielfilm etwa soll dann binnen weniger Sekunden auf ein Smartphone übertragen werden können. ▪