70 Jahre diplomatische Beziehungen mit Indien

Indien war eins der ersten Länder, die die Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg diplomatisch anerkannten. 

Taj Mahal, Agra, Indien
Taj Mahal Sean Hsu/Shutterstock

„Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung von Indien sind übereingekommen, in Kürze diplomatische Vertretungen im Rang von Gesandtschaften auszutauschen.“ Mit dieser knappen Pressemitteilung verkündete das Bundespresseamt am 7. März 1951 den Beginn diplomatischer Beziehungen zwischen Indien und Deutschland. Elf Jahre später folgte die diplomatische Anerkennung zwischen Indien und der damaligen Deutschen Demokratischen Republik.

Uns verbinden unsere lebendigen Demokratien.

Außenminister Heiko Maas

Außenminister Heiko Maas würdigte ­­­­­­­anlässlich des Jahrestags die besondere Bedeutung der deutsch-indischen Beziehungen: „Deutschland und Indien sind strategische Partner. Uns verbinden unsere lebendigen Demokratien. Wir treten ein für eine regelbasierte Weltordnung – in den Vereinten Nationen, aber auch als Partner in der Allianz für den Multilateralismus.“

Heute ist das Land einer der wichtigsten Partner Deutschlands im Indo-Pazifik.

In den vergangenen sieben Jahrzehnten ist Indien zu einem der wichtigsten Partner Deutschlands im Indo-Pazifik geworden. Dabei verbindet die beiden Partner neben gemeinsamen Interessen, die oftmals zu gemeinsamen Handeln führt, auch ihre demokratische Verfasstheit. Am 18. Mai 2000 unterzeichneten Indien und Deutschland die „Agenda für die Deutsch-Indische Partnerschaft im 21. Jahrhundert“. Damit wurden die Grundlagen gelegt für den Ausbau der bilateralen Kooperation in einem sich rapide verändernden internationalen Umfeld. Ein wesentliches Element des Austauschs sind seit 2011 die bilateralen Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen, zu denen alle zwei Jahre die Kabinette beider Länder zusammentreffen.  

Starke wirtschaftliche, technologische und Entwicklungszusammenarbeit

Von Anfang an war der wissenschaftliche Austausch eine zentrale Säule der Zusammenarbeit. Bereits 1956 wurde das Indian Institute of Technology Madras auf Grundlage einer deutsch-indischen Regierungsvereinbarung gegründet. 1974 folgte das Regierungsabkommen zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit.

Die indische Reformpolitik und Öffnung der indischen Wirtschaft hat der wirtschaftlichen Verflechtung einen Schub gegeben. Heute ist Deutschland der wichtigste Wirtschaftspartner Indiens in der EU.

Zudem bleibt die entwicklungspolitische Zusammenarbeit bedeutsam. Im Fokus stehen dabei Fragen des Klima- und Umweltschutzes, des Einsatzes erneuerbarer Energien und einer nachhaltigen Stadtentwicklung sowie bildungspolitische Aspekte.

Quelle: Auswärtiges Amt