Immer mehr US-Studierende und -Forschende in Deutschland
Mit dem 1000-Köpfe-Plus-Programm fördert die deutsche Bundesregierung gezielt die Anwerbung ausländischer Akademikerinnen und Akademiker.
Berlin (dpa, d.de) - Internationale Forscherinnen und Forscher zieht es zunehmend nach Deutschland – gerade aus den USA. Bei deutschen Forschungsgesellschaften und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gingen im vergangenen Jahr deutlich mehr Bewerbungen von US-Akademikerinnen und -Akademikern ein – die Alexander von Humboldt-Stiftung verzeichnete 2025 rund ein Drittel mehr Anträge aus den USA als im Jahr zuvor, vor allem auf Forschungsstipendien. Auch aus anderen Ländern kommende Forschende seien vermehrt an Deutschland interessiert. „Bislang blickten viele für den nächsten Schritt in der wissenschaftlichen Karriere automatisch in die USA, dies ändert sich aktuell“, erklärte der DAAD.
Seit Sommer 2025 fördert die deutsche Bundesregierung mit dem 1.000-Köpfe-Plus-Programm gezielt die Anwerbung von ausländischen Akademikerinnen und Akademikern. Es baut auf bestehende Initiativen der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft auf. 600 Millionen Euro sollen in den nächsten zehn Jahren investiert werden. „Damit sind wir Spitzenreiter in Europa und geben einen enormen Schub: für dringend benötigte Fachkräfte und für exzellente Forschung in Deutschland“, so Bundesforschungsministerin Dorothee Bär.