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Kéré entwirft nachhaltiges Goethe-Institut in Dakar

In Dakar entsteht ein neues Goethe-Institut nach Plänen von Francis Kéré. Der Bau setzt auf lokale Materialien und nachhaltige Architektur.

22.04.2026
Der Architekt Diébédo Francis Kéré in seinem Büro in Berlin Kreuzberg im Portrait.
© picture alliance / SZ Photo

Dakar (d.de) – In der senegalesischen Hauptstadt Dakar entsteht ein neues Goethe-Institut. Entworfen wurde das Gebäude von dem Architekten Francis Kéré, der für nachhaltige Bauweisen mit lokalen Materialien bekannt ist.

Der in Burkina Faso geborene und in Berlin lebende Architekt zählt zu den wichtigsten Vertretern einer neuen afrikanischen Architektur. 2022 erhielt er als erster Afrikaner den renommierten Pritzker-Preis. Bekannt wurde Kéré unter anderem mit einer Grundschule in seinem Heimatort Gando sowie dem „Operndorf Afrika“, das er gemeinsam mit Christoph Schlingensief realisierte.

„Ich arbeite mit der Natur, nicht gegen sie“, beschreibt Kéré seinen Ansatz.

Für das Projekt kommen unter anderem komprimierte Erdziegel zum Einsatz, die besonders klimaresistent sind. Das Gebäude soll ohne klassische Klimaanlage auskommen und stattdessen natürliche Belüftung nutzen.

Mit dem Neubau verändert sich auch das Konzept des Instituts. Geplant ist ein offener Raum für Austausch und Begegnung. Eine neu gestaltete Bibliothek verbindet klassische Bücher mit digitalen Arbeitsplätzen und Bereichen zur Dokumentation mündlicher Kultur.

Das Goethe-Institut ist seit 1978 in Dakar aktiv. Der Neubau soll nicht nur ein Lernort sein, sondern auch ein kultureller Treffpunkt. Die Energieversorgung erfolgt über Solarstrom, Wasser wird biologisch aufbereitet und für die Bewässerung genutzt.