Mehr als 1,8 Millionen Schutzsuchende

Die meisten Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, kommen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Mehr als 1,8 Millionen Schutzsuchende in Deutschland
dpa

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz vor Krieg oder Verfolgung suchen, ist Ende vergangenen Jahres auf knapp über 1,8 Millionen gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Schutzsuchende sind Ausländerinnen und Ausländer, die sich unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten.

Unter ihnen waren am 31. Dezember 2019 rund 266.000 Personen mit offenem Schutzstatus, über ihren Asylantrag war also noch nicht rechtskräftig entschieden. Über einen anerkannten Schutzstatus verfügten 1,36 Millionen Schutzsuchende. Syrien war dabei das Haupt-Herkunftsland (41 Prozent), es folgten Afghanistan (11 Prozent) und der Irak (10 Prozent). In 80 Prozent der Fälle wurde der anerkannte Schutzstatus zeitlich befristet. Zudem lebten 213.000 Schutzsuchende in Deutschland, deren Asylgesuch abgelehnt wurde oder die ihren Schutzstatus verloren haben.