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Boote auf trockenem Grund des Rheins
Niedrigwasser am Rhein: Im Sportboothafen von Bad Honnef liegen Boote auf trockenem Grund. © picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack

Deutschland reagiert auf Rekord-Niedrigwasser

Historische Tiefstände in Rhein, Donau und Elbe belasten Schifffahrt und Wirtschaft. Mit Sofortmaßnahmen will die Bundesregierung nun wichtige Lieferketten sichern.

07.08.2026

Bonn (dpa, d.de) – Angesichts historisch niedriger Wasserstände in Rhein, Donau und Elbe will die Bundesregierung die Folgen für Wirtschaft und Lieferketten abfedern. Nach einem Spitzentreffen mit Vertretern von Wirtschaft und Verbänden kündigte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger kurzfristige Maßnahmen an.

Für besonders betroffene Güter sollen Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw geprüft werden, damit Transporte von den Flüssen auf die Straße verlagert werden können. Zugleich will DB Cargo zusätzliche Kapazitäten schaffen, um mehr Fracht auf der Schiene zu transportieren. Vermeidbare Autobahnbaustellen sollen Ausweichverkehre möglichst nicht behindern. Auf einem wichtigen Kanal wurde zudem eine geplante Schleusensanierung verschoben.

„Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber wir könnten dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft besser durch diese schwierigen Wochen kommt“, sagte Bilger nach dem Spitzentreffen.

Auch langfristig soll die Infrastruktur besser auf Niedrigwasser vorbereitet werden. Beim Spitzentreffen wurden der Ausbau der Wasserstraßen und der Umbau von Schiffen beraten. Bilger betonte zugleich, dass dabei keine Maßnahmen umgesetzt werden sollten, die die Umwelt schädigen.