Telekom eröffnet KI-Gigafabrik in München
10.000 Grafikprozessoren liefern Rechenleistung für Unternehmen, Start-ups und die Wissenschaft – mit Ökostrom und Hightech-Kühlung.
München (d.de) - Die Deutsche Telekom hat in München eine der größten KI-Fabriken Europas eröffnet. Mit 10.000 Nvidia-Prozessoren und einer Milliarde Euro Investition soll die neue „Industrial AI Cloud“ deutsche Unternehmen unabhängiger von internationalen Anbietern machen. Die KI-Rechenkapazität in Deutschland steigt damit um rund 50 Prozent – ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung von Industrie und Mittelstand.
Telekom-Chef Timotheus Höttges betonte: „Ohne KI kann man die Industrie und den Standort Deutschland vergessen.“ Bundeskanzler Friedrich Merz lobte bereits im Juni die Pläne von Telekom und Nvidia als „bedeutenden Schritt für Deutschlands digitale Souveränität und wirtschaftliche Zukunft“. Die Daten bleiben laut Telekom vollständig in Deutschland und werden von europäischen Mitarbeitenden verwaltet.
Doch die Frage nach echter Unabhängigkeit bleibt: Die Hardware kommt vom US-Chiphersteller Nvidia, der wiederum auf Rohstoffe aus China angewiesen ist. Die KI-Fabrik in München gilt dennoch als Meilenstein und könnte bei wachsender Nachfrage schon bald ausgebaut werden.