Steinmeier betont Verbundenheit zu Finnland und Schweden
Bei seiner Reise in die neuen Nato-Staaten Schweden und Finnland informiert sich Bundespräsident Steinmeier über Wehrhaftigkeit und Krisenvorsorge
Helsinki/Stockholm (dpa, d.de) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bei seiner Reise nach Schweden und Finnland über die Krisenvorsorge und Verteidigungsfähigkeit der beiden nordischen Nato-Staaten informiert. Beide Länder gelten seit dem russischen Angriff auf die Ukraine als wichtige Partner an der Nato-Ostflanke.
In Helsinki besuchte Steinmeier gemeinsam mit Finnlands Präsident Alexander Stubb die Zivilschutzanlage Merihaka. Der riesige Bunker bietet im Ernstfall bis zu 6.000 Menschen Schutz. Finnland verfügt über ein dichtes Netz an Luftschutzanlagen. Allein in Helsinki gibt es Schutzräume für rund 900.000 Menschen bei etwa 660.000 Einwohnern.
Bereits in Stockholm hatte Steinmeier erklärt, Deutschland könne von Schweden und Finnland in Fragen der Wehrhaftigkeit und gesellschaftlichen Resilienz lernen. Beide Länder seien Beispiele dafür, wie äußere Verteidigungsfähigkeit und innerer Zusammenhalt zusammengedacht werden könnten.
Finnland und Schweden waren nach dem russischen Angriff auf die Ukraine der Nato beigetreten. Beide Staaten haben ihre Verteidigungsausgaben in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. In Finnland spielt zudem die Wehrpflicht weiterhin eine zentrale Rolle. Das Land kann im Ernstfall innerhalb kurzer Zeit hunderttausende Reservisten mobilisieren.