Wadephul fordert verlässliche Hilfen für Kyjiw
Der Krieg im Nahen Osten dominiert die Schlagzeilen – doch in Warschau ging es gestern um Europas größte Sicherheitsfrage.
Warschau (d.de) – Beim informellen Treffen des Ostseerats (CBSS) in Warschau haben die Außenministerinnen und Außenminister der Ostsee-Partner gestern über die fortgesetzte und eng koordinierte Unterstützung der Ukraine beraten.
„So sehr die Golfregion unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt: Die größte sicherheitspolitische Herausforderung für Europa bleibt Russlands Aggressionskrieg gegen die Ukraine“, erklärte Außenminister Johann Wadephul vor seiner Abreise in einem Pressestatement. Deutschland sehe die Unterstützung der Ukraine weiterhin als Priorität und wolle dies im Kreis der „stärksten und klarsten Unterstützer“ im Ostseerat unterstreichen, erklärte er.
In diesem Zusammenhang kritisierte Wadephul die Blockaden bei bereits beschlossenen EU-Hilfen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. „Wir können es uns nicht länger leisten, dass unannehmbare Blockaden – wie sie derzeit von Ungarn ausgehen – diese dringend benötigte Hilfe verzögern und so Menschenleben kosten, weil wichtige Mittel zur Landesverteidigung fehlen.“