Beethoven feiert weiter

In der Türkei gestalten die Goethe-Institute auch nach dem Beethoven-Jahr 2020 die Erinnerung an den Komponisten lebendig.

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Ludwig van Beethoven (1770–1827) dpa

Besondere Jubiläen dürfen auch mal länger gefeiert werden: Schon in das Beethoven-Jahr 2020 ging das Goethe-Institut in der Türkei mit seiner Beteiligung an dem Projekt „Ode for All“, bei dem gemeinsam mit weiteren Goethe-Instituten aus Südosteuropa Sängerinnen zusammengebracht wurden, um die „Ode an die Freude“ neu zu interpretieren. Nach mehreren Workshops und Aufnahmesessions, unter anderem in Istanbul, wurde die „Konzertinstallation“ Ende Oktober 2020 im Berliner Radialsystem präsentiert – womit das Erinnern an den großen Komponisten Ludwig van Beethoven (1770–1827) aber noch lange nicht vorbei war.

Am 17. Dezember 2020, 250 Jahre nach Beethovens Taufe, hat das Goethe-Institut Ankara im Internet die Konzertreihe „Beethoven 250 Digital Festival“ gestartet. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut haben 24 Musikerinnen und Musiker alle Sonaten für Violine und Klavier, alle Variationen und Sonaten für Cello und Klavier sowie alle Klaviertrios von Beethoven in acht Konzerten interpretiert. Die Mitwirkenden nehmen seit über zehn Jahren am Internationalen Musikfestival in Kappadokien teil. Corona-konform fanden die Aufführungen im Saal des Goethe-Instituts Ankara ohne Zuhörer statt und wurden aufgezeichnet – nun werden sie nach und nach wöchentlich ins Netz gestellt. Inspiriert sind die einzelnen Aufnahmen von Beethovens Charaktereigenschaften. Den Anfang machte das Konzert „Beethoven der Visionär“, in dem Ellen Jewett (Violine), Gökhan Bağcı (Cello) und Başar Can Kıvrak (Klavier) unter anderem das Klaviertrio in c-Moll, op. 1, Nr. 3, interpretieren.

Eine digitale Hommage an Beethoven hat der Komponist Mehmet Can Özer für das Goethe-Institut Izmir gestaltet. Sein Werk #beethoo ist dreigeteilt und beginnt mit einer Interpretation der „Ode an die Freude“ durch einen Computer („(C)ode to joy“). Anschließend lässt das audiovisuelle Werk Beethovens digitales Pendant einen Liebesbrief verlesen („Love Digested“) und bringt die Erfahrungen des Komponisten auf seinen Spaziergängen zum Ausdruck („Failed Mailed“). Zugänglich ist #beethoo online auch im Jahr 2021 – und führt somit die Feiern zu Beethovens besonderem Jubiläum fort.