Das sind die Gewinner

Mal witzig, mal aufrüttelnd, immer aktuell: Diese vier Filme überzeugten die Jury beim Filmwettbewerb zur Vermächtnisstudie.

Gewinner Vermächtnisstudie
Bei der Preisverleihung in Berlin Phil Dera für DIE ZEIT

Datenflut, soziale Netzwerke, Anonymität im Internet: Die Digitalisierung spielte eine große Rolle beim Filmwettbewerb zur Vermächtnisstudie. Gleich mehrere junge Filmemacher nahmen sich des Themas an – mit Erfolg. „Ertrinken“ von Regisseur Pedro Harres – ein Animationsfilm über den Sog moderner Kommunikation – erhielt den Publikumspreis. Rund 4.500 Nutzer beteiligten sich an der Abstimmung auf deutschland.de. Eine Auszeichnung der Jury gab es bei der Preisverleihung am Donnerstag in Berlin für „Comments“. Der Film von Regisseur Jannis Alexander Kiefer beschäftigt sich mit der Diskussionskultur in den sozialen Medien.

In fünf verstörenden Minuten schafft es ‚Comments‘, eine wichtige Facette in den Fokus zu rücken.

Die Jury des Filmwettbewerbs zur Vermächtnisstudie

„In fünf verstörenden Minuten schafft es ‚Comments‘, eine wichtige Facette in den Fokus zu rücken, die uns künftig zweimal überlegen lässt, wie wir Dinge kommentieren“, so die Jury. Die Kommission aus Schauspielern, Produzenten, Videokünstlern und Regisseuren zeichnete zwei weitere Filme aus: „Der deutsche Kinderwunsch?“ von Merle Grimme und „MONDAY – A Geman Lovestory“ von Sophie Linnenbaum. Auch sie befassen sich mit zentralen Themen der Vermächtnisstudie: der Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft und dem Verhältnis von Leben und Arbeit.

Die Preise wurden im Rahmen einer Konferenz der ZEIT vergeben. Die Verleihung begann mit einer Diskussionsrunde. Andreas Görgen, Leiter der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt, der stellvertretende ZEIT-Chefredakteur Moritz Müller-Wirtz und Claudia Loewe, Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie (DFA) Produktion, sprachen über die spannenden filmischen Umsetzungen der Vermächtnisstudie.