E-Books in Deutschland im Kommen

Die Frankfurter Buchmesse 2014 steht im Zeichen der E-Books.

Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse - Frankfurt Book Fair

Gelesen wird in Deutschland gerne – und viel. Im Jahr 2013 kauften 67 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer Bücher, so das Ergebnis einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach. Davon profitiert der stationäre Buchhandel – er setzte 2013 über 4,6 Milliarden Euro um, also fast 1 Prozent mehr als 2012. Gewachsen ist auch der Markt für E-Books, wenn auch nicht so rasant wie in den Jahren zuvor: Nur 4 Prozent aller Bücher werden aktuell ausschließlich digital verkauft. Trotzdem: In dem digitalen Medium sehen die meisten Experten die Zukunft der Branche. Entsprechend hoch sind die Erwartungen: Die deutschen Verlage rechnen für 2014 damit, etwa 12 Prozent ihrer Umsätze mit E-Books zu generieren. Das ergab eine Umfrage des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Genres wie Belletristik, Krimis und Erotik sind bei E-Book-Käufern besonders beliebt. Nur bei Kinderbüchern greifen die Käufer in Deutschland fast ausschließlich zur gedruckten Ausgabe.

Erstmals Preis für E-Books

Dass E-Books auf dem Weg sind, eigenständige Produkte zu werden und nicht nur zweite Verwertungsstufen eines Buches, zeigen Entwicklungen einiger Verlage. Der bedeutende Münchner Hanser Verlag zum Beispiel hat zur Buchmesse sein erstes rein digitales Programm vorgelegt – mit Kurztexten von namhaften Autoren wie Thomas Glavinic, Henning Mankell, Sybille Berg, Javier Marías oder T. C. Boyle. Teilweise steuern die Autoren selbst Material bei – in Form von Videos, Bildern oder Interviews. Und in diesem Jahr wird auf der Frankfurter Buchmesse erstmals ein Preis für die schönsten deutschsprachigen E-Books verliehen. In den Kategorien „Bestes enhanced E-Book“ und „Beste E-Book App“ geht es um die technische Umsetzung von Literatur im digitalen Raum.

Preisverleihung Deutscher E-Book-Award am 8. Oktober 2014 auf der Frankfurter Buchmesse

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