30 Jahre Deutsche Aidshilfe

Die Deutsche Aidshilfe unterstützt HIV-positive Menschen.

picture-alliance/R.Goldmann - World AIDS Day
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Immer noch existieren falsche oder überholte Vorstellungen von der Krankheit Aids, die in Folge einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus, kurz HIV, ausbricht. Doch seit in Deutschland im Jahr 1982 erstmals die Zeitschrift „Der Spiegel“ über die Krankheit berichtete und sie wenige Wochen später zum ersten Mal bei einem Patienten in Deutschland diagnostiziert wurde, hat sich viel getan. Wissenschaftler haben Medikamente entwickelt, die dafür sorgen, dass sich das Immunsystem weitgehend erholen kann. Früher wurde die Diagnose mit dem Tod gleichgesetzt, heute hat man in Deutschland bei einem rechtzeitigen Therapiebeginn eine fast normale Lebenserwartung. Und mehr als 90 Prozent der deutschen Bevölkerung spricht sich gegen die Ausgrenzung von Menschen mit HIV/AIDS aus, wie Befragungen belegen.

 

Einen bedeutenden Anteil an all diesen Veränderungen hat die Deutsche Aidshilfe (DAH). Im September 2013 feierte sie ihr 30-jähriges Bestehen. Als Dachverband von bundesweit 120 Hilfsvereinen informiert sie über alle Themen rund um Aids – über medizinische Aspekte ebenso wie über die Themen Drogen, Sexualität und Arbeit oder Rechtsfragen. Eines der wichtigsten Instrumente der DAH ist das Internet. 2012 erreichte sie mit ihrem Onlineangebot 354.000 Menschen und ist heute bei den Themen HIV und Aids die führende Informationsquelle, wie die Universität Greifswald herausgefunden hat.

 

Das ist nicht verwunderlich. Denn die DAH hat zahlreiche innovative Projekte initiiert. So auch eine zum Jubiläum gestartete Kampagne unter dem Titel „Wussten Sie eigentlich?“, die überholte Vorstellungen vom Leben mit HIV korrigiert, Diskriminierung entgegentritt und auf Versorgungslücken hinweist. Zudem widmet sich die DAH zahlreichen Projekten, die den Alltag von HIV-positiven Menschen erleichtern. Mit der Bundesagentur für Arbeit hat die Organisation eine Kooperation besiegelt, die dafür sorgt, dass Menschen mit HIV in Jobcentern und Arbeitsagenturen gut beraten werden. Und im Netzwerk „Afro-Leben+“ werden Gegenstrategien zur Stigmatisierung von HIV-positiven Migranten entwickelt.

 

„Welt-Aids-Tag“ am 1. Dezember 2013

 

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