Das Afri-Car

Ein Münchner Startup bringt ein Fahrzeug auf den Markt, das die Mobilität in Afrika nachhaltig verbessern könnte.

Das aCar bei der Erprobung in Ghana
Das aCar bei der Erprobung in Ghana Lehrstuhl für Industrial Design/TUM

Deutschland. Ingenieure der Technischen Universität München haben ein Elektro-Auto entwickelt, das die Mobilität im ländlichen Afrika nachhaltig verbessern könnte. Die Idee ist so einfach wie überzeugend: Das so genannte „aCar“ ist belastbar, geländegängig, wartungsarm, umweltfreundlich und zudem erschwinglich. Auf den ersten Blick ähnelt es einem GolfCart. Aber es kann viel mehr. Das „aCar“ transportiert Personen und Güter von bis zu einer Tonne Gewicht. Der Allradantrieb eignet sich bestens für jedes Gelände. Die Batterie ermöglicht eine Reichweite von 80 Kilometern und ist in sieben Stunden an jeder Haushaltssteckdose aufladbar. Und durch die modulare Bauweise kann das Fahrzeug vor Ort einfach montiert werden. Der Preis für die Basis-Version soll unter 10.000 Euro liegen.

Die Gründer Sascha Koberstaedt und Martin Šoltés vor dem aCar
Die Gründer Sascha Koberstaedt und Martin Šoltés vor dem aCar Andreas Heddergott/TUM
Produktion soll bald starten

Vier Jahre lang haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an dem Mobilitätskonzept gearbeitet. 2016 wurde der erste Prototyp fertiggestellt und 2017 in Ghana erfolgreich getestet. Inzwischen haben die Projektleiter Sascha Koberstaedt und Martin Šoltés die Firma „Evum Motors GmbH“ gegründet und werben um Investoren. Das Interesse ist groß. Bald sollen die ersten Fahrzeuge in Serie gehen, Ende 2019 die erste Musterfabrik im Ausland entstehen. Die beiden Gründer spekulieren darauf, dass viele Schwellenländer eigene Automobilfabriken aufbauen wollen. Außerdem hätten schon städtische Betriebe in Europa, Gärtnereien, Bauhöfe und Winzer Interesse  gezeigt.

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