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Wohnwagen-Schlafbereich  mit Doppelbett und Bad
Dethleffs, 1931 im Allgäu als eine der ersten Wohnwagenmarken überhaupt gegründet, arbeitet an einem Wohnmobil, das ganz ohne Diesel und Gas auskommt – mit Elektroantrieb und Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen statt Kunststoff © Dethleffs

Vom Kult-Camper zum Hightech-Wohnmobil

Vom klassischen Campervan bis zum Elektro-Wohnmobil: Deutsche Hersteller prägen das Caravaning seit Jahrzehnten und entwickeln es technisch weiter. 

19.08.2026Klaus LüberKlaus Lüber

Einpacken, losfahren, genießen: Für viele Deutsche ist die Urlaubsreise mit dem Campingmobil die perfekte Erholung. Genug Natur, um dem Alltag möglichst weit zu entfliehen, aber nicht so viel, dass es gleich wieder anfängt zu nerven. Ein festes Dach über dem Kopf gegen Wolkenbrüche oder pralle Sonne soll es schon sein. Und die obligatorische Pasta vor einem wackeligen Campingkocher kauernd zuzubereiten, ist auch nicht jedermanns Sache. 

Die Liebe der Deutschen zum Campen drückt sich auch in Zahlen aus. Mit rund 15 Milliarden Euro Branchenumsatz und knapp 100.000 Neuzulassungen pro Jahr ist Deutschland der größte Caravaning-Markt Europas – wenn auch nicht der größte der Welt, das sind die USA mit ihren deutlich größeren Fahrzeugen.  

Kompakte Bauweise – technische Präzision 

Statt auf schiere Größe setzen deutsche Hersteller auf etwas anderes: kompakte Bauweise und technische Präzision. International bekannt sind vor allem der California von VW und Marco-Polo von Mercedes – ausgebaute Kleinbusse mit Bett, Küche und Stauraum, die sich in wenigen Handgriffen vom Alltagsfahrzeug zum Campingmobil verwandeln lassen.  

Die beide Modelle der etablierten deutschen Automobilhersteller sind allerdings schon seit den 1980er-Jahren auf dem Markt. Geht es darum, das Caravaning heute innovativ weiterzudenken, spielen weniger bekannte Marken aus Deutschland eine wichtige Rolle.