Gegen Hetze und Beleidigung im Internet

Die Kampagne „No Hate Speech“ und ihre Website stärken Internetnutzer im Umgang mit Hasskommentaren.

Das Cybermobbing gewinnt als Problem an Bedeutung, gerade unter Jugendlichen. Laut Umfragen hat fast jeder fünfte deutsche Jugendliche mit Beleidigungen im ­Internet bereits Erfahrungen gemacht. Und auch die sogenannte „Hassrede“ verlangt zunehmend nach Antworten. Im Gegensatz zum Cybermobbing richtet sie sich 
meist gegen eine ganze Gruppe von Menschen. Im Zuge der Flüchtlingsdebatte gab 
es im Internet heftige verbale Attacken auf Asylsuchende und ihre Unterstützer. ­Justizminister Heiko Maas hat deshalb bereits 2015 gemeinsam mit Facebook eine „Taskforce“ gegründet. Sie soll dafür sorgen, dass rassistische Botschaften schneller aus dem Netz verschwinden.

Auch das Internet selbst bietet viele Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene. Seit Juli 2016 ist etwa die Website von „No Hate Speech“ online, einer Kampagne 
des Europarats. Das Portal soll Nutzer beim Umgang mit hetzerischen Kommentaren stärken. Die Kampagne wird in Deutschland von den Neuen Deutschen Medien­machern koordiniert, einem Zusammenschluss von Journalisten und anderen Medienschaffenden mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund.

www.no-hate-speech.de