Rau und schön

Hamburg ist eine Stadt der Kontraste. Zwischen Elbe und Alster sind Haltung und Herzlichkeit zuhause.

Die Hansestadt hat musikalische Tradition und Zukunft.
Die Hansestadt hat musikalische Tradition und Zukunft. Getty Images-Westend61

Der großen Handelsstadt im Norden eilen viele Mythen voraus. Hier soll es mehr Brücken geben als in Amsterdam, London und Venedig zusammen. Die U-Bahn fährt eher überirdisch, die Morgenpost erscheint am Abend und das Abendblatt am Morgen. Aber das alles ist wahr, skurril und liebenswert.

Doch was macht Hamburgs Zauber aus? Er hat mit den Kontrasten zu tun. Das raue Stadtviertel St. Pauli und das bunte St. Georg, die roten Backsteinfassaden und stählernen Hafenkräne, der Punk im Liveclub Hafenklang und die Neoklassik im neuen, spektakulären Konzerthaus Elbphilharmonie. Es ist das Gegensätzliche, Schöne und Raue.

Musik- und Festivalstadt Hamburg

Mit rund 20.000 Musikveranstaltungen, darunter Festivals und Musicals, gehört die Stadt an der Elbe zu den Musikhauptstädten Europas. Seit 2017 thront die unvergleichliche Elbphilharmonie am Kopf der HafenCity. Und auch das Reeperbahn Festival leistet seinen Beitrag. Es holt jährlich mehr als 800 Musikerinnen und Musiker auf über 70 Bühnen ins das weltbekannte Vergnügungsviertel. Seit Jahren setzen sich die Macherinnen dabei für Gender Equality ein.

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Einen Regenschirm braucht in dieser Stadt niemand, denn das Wasser kommt bei dem Wind ohnehin von überall. Mit 6.127 Hektar Wasserfläche auf dem Stadtgebiet ist Hamburg übrigens auch am Boden ziemlich nass. Im Januar und Februar steigt das Elbwasser und Warnschüsse kündigen die Flutung so mancher Gebäude ein. Doch darauf hat sich die Stadt im Norden seit Langem eingestellt, wie die Gebäude im UNESCO-Welterbe Speicherstadt und Kontorhausviertel bezeugen.

Etwas ganz Besonderes ist Hamburgs Fischmarkt bei Sonnenaufgang im Sommer. Früh um 5 Uhr preist der Fischverkäufer „Aale-Dieter“ lauthals seine Köstlichkeiten an und die Elbe glitzert in der Sonne. Wer lieber ausschläft, fährt zur Schiffsbegrüßungsanlage „Willkomm Höft“ nach Wedel vor den Toren Hamburgs. Fünf Begrüßungskapitäne sitzen im Schichtdienst an den Mikrofonen des Fährhauses. Sie erzählen von jedem Schiff, das soeben im Hamburger Hafen begrüßt oder verabschiedet wurde. Über 17.000 Karteikarten und der tägliche Hafenbericht sind ihre Hauptinformationsquellen. „Schiff ahoi!“

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