Der Festivalsommer 2017

Seeräuber und Sänger, fesselnde Filme und ein brennender Fluss: Der deutsche Festivalsommer 2017 hat viel zu bieten. Die Höhepunkte.

dpa - Festival

Rhein in Flammen

Im Schein der roten Bengalfeuer zeichnen sich Weinberge, Burgen und Festungen gegen den dunklen Nachthimmel ab. Längs des Stroms fährt eine festlich illuminierte Schiffsflotte. Und plötzlich fällt ein glitzernder Funkenregen auf die Uferpromenaden nieder: Das Feuerwerkspektakel Rhein in Flammen findet jährlich entlang des Rheinabschnitts zwischen Bonn und St. Goar statt. Wer den großen deutschen Fluss brennen sehen will, reserviert sich am besten ein Ticket auf einem Schiff. (6. Mai bis 16. September)

Filmfest München

Wer meint, Sommerzeit sei keine Kinozeit, hat noch nicht das Filmfest München besucht. Zwischen den Filmen ein Eis an der Isar essen oder im Straßencafé sitzen, danach im kühlen Kino abtauchen – der Mix aus klimatisierter Dunkelheit und prallem Sommerleben ist der Reiz eines der größten Sommerfilmfestivals in Europa. Zu sehen gibt es etwa 200 Filme aus 40 Ländern und Stars auf dem roten Teppich. (22. Juni bis  1. Juli 2017)

Störtebeker Festspiele Rügen

Der Piraten-Klassiker: Mehr als vier Millionen Menschen haben sich seit 1993 auf der Freilichtbühne vor dem Rügener Schloss Ralswiek das größte Open Air Theaterstück in Deutschland angeschaut. Bei dem Drama um Deutschlands berühmtesten Piraten Klaus Störtebeker kommen mehr als 150 Mitwirkende, 30 Pferde mit ihren Reitern, vier Schiffe und jede Menge Spezialeffekte zum Einsatz. (24. Juni bis 9. September 2017)

MDR Musiksommer

Unter dem Motto „Drei Länder – ein Klang“ veranstalten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 43 Sommerkonzerte von Klassik über Jazz bis Folk. Die drei Bundesländer laden zu Veranstaltungsreihen wie „Lutherorte“ oder „Konzerte auf der Wartburg“ an 37 Spielorte ein. Darunter sind Klöster, Museen, Burgen oder die Rotkäppchen Sektkellerei, die Besucher vor den Konzerten bei Führungen entdecken können. (24. Juni bis 27. August 2017)

Bardentreffen Nürnberg

Klingt wie ein Mittelaltermarkt, ist aber Deutschlands größtes Musikfestival mit freiem Eintritt: 1976 entstand das fränkische Bardentreffen als Liedermacher-Wettbewerb zum 400. Todestag des Nürnberger Schusters und Poeten Hans Sachs. Dieser ist bekannt als Figur aus Richard Wagners Oper „Die Meistersinger“. Heute trifft sich eine bunte Szene zum Karneval der Weltmusik in der Nürnberger Altstadt bei rund 90 Konzerten auf neun Bühnen. (28. bis 30. Juli 2017).

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