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Sport für Gendergerechtigkeit

Das Programm S4DA nutzt die Kraft des Sports für eine positive gesellschaftliche Entwicklung: die Stärkung von Gleichberechtigung. 

02.04.2024
S4DA: Fußball vermittelt Fairness und Respekt.
S4DA: Fußball vermittelt Fairness und Respekt. © TYSA / GIZ

„Sport verbindet alle Menschen. Er ist eine Sprache, die wir alle sprechen“, sagt Mariam Ibrahim. Diese Sprache nutzt das Projekt S4DA (Sport für Entwicklung in Afrika) seit 2014, um Gendergerechtigkeit im sportbegeisterten Afrika zu fördern. Ibrahim, ehemalige Fußball-Nationalspielerin Ägyptens, arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im S4DA-Team. Das Projekt, das die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umsetzt, verfolgt einen partnerschaftlichen Ansatz: „Wir bringen alle Beteiligten zusammen und machen einen Plan“, sagt Ibrahim.  

Die Beteiligten bei S4DA: aus Deutschland das BMZ und die GIZ, supranational der Sportrat der Afrikanischen Union und auf nationaler Ebene häufig Ministerien. Die wichtigsten Partnerländer des Programms sind Kamerun, Kenia, Senegal und die Region Sansibar in Tansania, aber auch Namibia gehört dazu.  

Mädchen und Jungen treiben gemeinsam Sport an einer Schule in Namibia.
Mädchen und Jungen treiben gemeinsam Sport an einer Schule in Namibia. © Cobus Theyse / Sportministerium Namibia

„Wir benutzen die Kraft des Sports, um die Kinder und Jugendlichen Lebenskompetenz zu lehren“, sagt Ibrahim: S4DA setzt Sport und körperliche Aktivitäten ein, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern. Über den Sport stärkt das Programm die Rolle von Frauen und Mädchen und fördert zugleich eine „positive Männlichkeit“ bei Jungen und Männern. Sport lehrt auch, Fairness und Konflikte friedlich zu lösen. Das trägt wiederum zu mehr Gendergerechtigkeit bei – wer miteinander Sport getrieben hat, geht auch abseits des Spielfelds respektvoller miteinander um. „Teil einer Mannschaft zu sein, ist wie Teil einer Gemeinschaft zu sein“, sagt Ibrahim.  

Vorbild: Trainerin Neema Othman auf Sansibar
Vorbild: Trainerin Neema Othman auf Sansibar © FB / GIZ

Wie das Team dabei vorgeht? „Wir trainieren Trainerinnen und Trainer, die Kinder und Jugendliche trainieren“, sagt Ibrahim. Sie ist überzeugt, dass Sport wesentlich zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt.