BRD_Grundgesetz_23_05_2014

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65 Jahre Bundesrepublik Deutschland

Der 23. Mai 1949 markiert den Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland.

Als das Grundgesetz am 23. Mai 1949 verkündet wurde und am folgenden Tag in Kraft trat, war der Grundstein für die parlamentarische Demokratie der Bundesrepublik Deutschland gelegt. Zur Bundesflagge bestimmt wurden die seit der Epoche des Vormärz (Mitte 19. Jahrhundert) in demokratischer Tradition stehenden Farben Schwarz-Rot-Gold. Nun war auch der Weg frei für die erste Bundestagswahl am 14. August 1949. Es hatte im westlichen Nachkriegsdeutschland bereits Wahlen zu den Landtagen der Bundesländer gegeben und Kommunalwahlen in den Städten und Gemeinden. Nun waren die Wähler bundesweit aufgerufen, ein neues Parlament mit 420 Abgeordneten zu wählen – darunter auch zehn Abgeordnete aus West-Berlin. Die Wahlbeteiligung war mit 78,5 Prozent sehr hoch und wurde damals auch als Zustimmung der Menschen zum Grundgesetz gewertet, über das vorher nur die Landtage abgestimmt hatten.

Konrad Adenauer wird erster Bundeskanzler

Die konservative CDU/CSU-Fraktion wurde mit 31 Prozent stärkste Fraktion im Bundestag und der frühere Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer zum ersten Bundeskanzler gewählt. Er war zuvor Präsident des Parlamentarischen Rates gewesen, in dem die Mütter und Väter des Grundgesetzes die Grundlagen für diesen neuen Staat gelegt hatten. Der Sozialdemokrat Kurt Schumacher übernahm den Vorsitz der SPD-Fraktion und führte die stärkte Oppositionspartei im Parlament. Die SPD hatte bei der Wahl 29,2 Prozent der Stimmen erhalten.

In den ersten Jahren verabschiedete der Bundestag viele Gesetze, die für die innere Ordnung und den weiteren politischen Weg der jungen Bundesrepublik entscheidend sein sollten. Bundeskanzler Adenauer, der das Land bis 1963 regieren sollte, verfolgte einen klaren Westkurs, hielt aber gleichzeitig am Ziel der Wiedervereinigung Deutschlands fest. In der sowjetischen Besatzungszone hatte Moskau auf die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gedrängt. Am 7. Oktober 1949 wurde die staatliche Teilung Deutschlands damit besiegelt, dass SED-Mitbegründer Wilhelm Pieck in Ostberlin die DDR als neuen Staat ausrief. Die Wiedervereinigung Nachkriegsdeutschlands rückte damit zunächst über Jahrzehnte in weite Ferne.

Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949

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