Roundtable-Migration-3005

Runder Tisch zum Thema Flüchtlinge und Migration

„Mit gemeinsamer Stimme sprechen“

Das Auswärtige Amt verstärkt seine Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen im Bereich Flucht und Migration.

Auch knapp zwei Jahre nach dem Höhepunkt der europäischen Flüchtlingskrise im Sommer 2015 hat das Thema Flucht und Migration nicht an Bedeutung verloren. Die internationale Gemeinschaft müsse nun Lehren aus den vergangenen Jahren ziehen und gemeinsam Grundsätze etablieren, so Außenminister Sigmar Gabriel beim 3. Berlin Round Table zu Flucht und Migration. Europa müsse sich stärker engagieren und mit einer Stimme sprechen, um Fluchtursachen nachhaltig zu bekämpfen. „Flüchtlingsströme vom afrikanischen Kontinent und aus dem Nahen Osten können wir nur verhindern, wenn wir gegen den Klimawandel, gegen die Aufrüstung und gegen religiösen Fanatismus kämpfen“, so Gabriel.

Die Sonderbeauftragte des VN-Generalsekretärs für Migration und Entwicklung, Louise Arbour, und der Hohe Flüchtlingskommissar Filippo Grandi nahmen an dem Round Table ebenso teil wie der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM) William Swing und der Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz-/Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) Elhadj As Sy. Auch der zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos war nach Berlin gereist.

Deutscher Vorsitz bei Dialogforum

Neben der Bekämpfung von Fluchtursachen gehe es darum, die betroffenen Staaten bei der Bewältigung der Migrationsströme zu unterstützen, hieß es nach dem Treffen. Über all dem stehe das gemeinsame Ziel, das Leid der Menschen zu lindern. Gefragt sei eine verstärkte internationale Zusammenarbeit. Eine Möglichkeit dazu bietet auch das Globale Forum für Migration und Entwicklung (GFMD). Diesem informellen Dialogforum, das allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen offensteht, sitzt derzeit Deutschland vor.

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