Karrieren made in Africa

Jetzt bewerben: Wie die Universität Leipzig mit Summer Schools Gründungen in Ruanda und Ghana fördert.

Gruppenfoto von der Summer School 2018 in Ghana
Gruppenfoto von der Summer School 2018 in Ghana AGEA

Robert Meyer ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Er bereitet eine Sommer School für junge Unternehmerinnen und Unternehmer in Ruanda vor. Das Programm muss erstellt werden, die möglichen Teilnehmer müssen beraten werden. Ende März 2019 ist Anmeldeschluss für dieses Jahr. Je zehn Teilnehmer aus Ghana, Ruanda und Deutschland werden zugelassen. Sie können dann vom Training, Coaching und Mentoring der African German Entrepreneurship Academy profitieren und Akteure der Entwicklungszusammenarbeit treffen, um ihre Geschäftsidee weiterzuentwickeln.

Robert Meyer hat Afrikastudien und einen Master of Business Administration mit dem Schwerpunkt Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen absolviert. Heute ist er Koordinator der African German Entrepreneurship Academy (AGEA), einer Initiative der Universität Leipzig. Seit über 20 Jahren bietet die Hochschule den internationalen Masterstudiengang „small enterprise promotion + training“ an. Er richtet sich an Studierende aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Im Idealfall sollen Menschen aus diesen Ländern in Leipzig den Master machen und ihr Wissen dann in ihren Heimatländern anwenden.

Spaß beim Spaghetti-Game während der Summer School 2018 in Ghana
Spaß beim Spaghetti-Game während der Summer School 2018 in Ghana AGEA

Weil inzwischen über 50 Studierende aus Sub-Sahara-Afrika diesen Studiengang erfolgreich absolviert haben und durch gemeinsame Projekte ein Netzwerk entstanden ist, wurde 2017 AGEA ins Leben gerufen. Die Initiative will Gründungen fördern und arbeitet dafür mit zwei Partnerhochschulen in Ruanda und Ghana zusammen. Diese kooperieren über nationale Netzwerke mit jeweils über einem Dutzend Hochschulen. Bei den Summer Schools sollen die besten Ideen dann finalisiert werden, gefördert wird das Vorhaben vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

In Ruanda entstand so ein Unternehmen, das Design-Gartenmöbel aus Beton herstellt, in Ghana eine Mode-Firma, die Stoffe upcycelt und in Deutschland die Personalvermittlungs-Plattform „Africaworks“. Ihr Ziel ist es, afrikanische Fachkräfte mit europäischen Unternehmen zu vernetzen. Für eine deutsche Solarfirma wurde bereits die Stelle eines Vertriebsingenieurs in Afrika besetzt, für einen Schweizer Kunden ein Agriprineur in Kamerun gefunden. Etwa 30 weitere Kandidaten befinden sich derzeit im Auswahlverfahren bei europäischen Unternehmen.

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