Drei Ideen für eine bessere Zukunft

Aus guten Ideen werden Erfindungen, die die Welt verändern können. Wir präsentieren ausgezeichnete Innovationen aus Deutschland.

DrugTargetInspector
DrugTargetInspector Uwe Bellhäuser/Universität des Saarlandes

Hier zeigt sich Deutschlands Erfindergeist: 3.000 Innovationen gibt es auf der Plattform „Deutschland – Land der Ideen“ zu entdecken. Die von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft gegründete Initiative zeichnet seit 2006 in Kooperation mit der Deutschen Bank im Wettbewerb Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" zukunftsweisende Projekte aus. Hier sind drei von 100 Siegerprojekten des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte 2018“:

Kompostierbarer Elektronikmüll

In einem Projekt des Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) in Dresden entwickeln Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen „biodegradierbare Elektronik“, das sind elektronische Bauteile, die vollständig abbaubar sind. Das vermeidet Müll und schont die Umwelt. Zudem ermöglicht das Verfahren in der Medizin neue Anwendungen: Implantate etwa, die sich nach einer bestimmten Zeit im Gewebe auflösen, ersparen Patienten einen weiteren chirurgischen Eingriff. Das senkt Risiken und Kosten.

Biodegenerierbare Elektronik
Biodegenerierbare Elektronik Fraunhofer FEP/Jan Hesse

Computerprogramm für individuelle Krebstherapie

Ein Datenanalyseverfahren soll Ärzten helfen, für jeden Krebspatienten die bestmögliche Therapie zu finden. Die personalisierte Krebsmedizin bietet Chancen, hat aber ein Problem: Zahlreiche Antitumor-Medikamente wirken nur gegen bestimmte Prozesse in Krebszellen, die sich jedoch je nach Patient stark unterscheiden können. Hier soll der DrugTargetInspector helfen: Das Computerprogramm, das Bioinformatiker der Saar-Universität entwickeln, ermittelt aus den Geninformationen der Tumorzellen des Patienten und mithilfe internationaler pharmakologischer, biologischer und medizinischer Datenbanken die wichtigsten Charakteristika des Tumors und unterstützt Ärzte so bei der Auswahl des Medikaments.

V-Industry – Plattform für kollaborative Industrie 4.0

Maschinen teilen, Geld sparen: Über eine Internet-Plattform können sich Unternehmen vernetzen und Technologien gemeinsam nutzen. Das Start-up V-Industry aus Ostfildern bei Stuttgart bietet die passende Soft- und Hardware-Lösung. Dabei werden Unternehmen über eine Plattform digital verknüpft: Automatisch lässt sich so erkennen, wenn eine Maschine stillsteht und von einer anderen Firma genutzt werden könnte. Aufwendige Auftragsanfragen entfallen, brachliegende Ressourcen werden effizient eingesetzt. So spart die gemeinsame Nutzung Zeit und Kosten – und schont die Umwelt.