Starke Standorte: DWIH New York

Weltweit werben Deutsche Wissenschafts- und Innovationshäuser für die Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung.

Nathalie Schueller – from left: Jennifer Audet, Joann Halpern, Katharina Glaser

Wie erregt man Aufmerksamkeit in einer Stadt, die niemals schläft und in der unzählige Akteure für sich werben? „Wir bieten einfach Qualität“, sagt Joann Halpern, Leiterin des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) New York. Seit 2010 wirbt das DWIH erfolgreich für den Wissenschafts-, Technologie- und Innovationsstandort Deutschland, fördert den deutsch-amerikanischen Austausch und organisiert Veranstaltungen mit herausragenden Persönlichkeiten, auch an der US-Westküste und in Kanada. Das DWIH brachte etwa den amerikanischen Medizin-Nobelpreisträger Eric Kandel mit der international führenden Alternswissenschaftlerin Ursula M. Staudinger zu einer Diskussion zusammen. Eine Begegnung mit Folgen: Staudinger, Vizepräsidentin der Nationalen Akademie der ­Wissenschaften Leopoldina, ist heute Gründungsdirektorin eines „Aging Center“ an der New Yorker Columbia University, deren Forschung Eric Kandel maßgeblich geprägt hat.

Vernetzung ist grundlegend für die weltweit fünf DWIH und das Deutsche Wissenschaftszentrum (DWZ) Kairo, die im Rahmen der Außenwissenschaftsinitiative des Auswärtigen Amts und in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eingerichtet wurden. Allein in New York haben sich unter dem DWIH-Dach elf Konsortialpartner zusammengeschlossen. Konsortialführer in New York sind der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Europas größter Forschungsförderer. Auch die Adresse des DWIH ist außergewöhnlich: 871 United Nations Plaza, zugleich Sitz der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen und mehrerer Wissenschaftsorganisationen. „Die vom DWIH New York betriebene Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft ist ein Alleinstellungsmerkmal“, betont Joann Halpern. Schließlich wirbt das DWIH nicht nur, sondern gibt zudem Impulse für Innovationen – von der Veranstaltungsreihe zu intelligenten Stromnetzen, unter anderem mit dem deutschen Software-Riesen SAP, bis zum Zukunftspotenzial der deutschen „dualen Berufsausbildung“, über das im Juni 2014 US-Handelsministerin Penny Pritzker referierte.

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