Erkenntnisse aus dem All

Die Weltraumforschung hilft den Menschen auf der Erde.

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Am 20. Juli 1969 hielt die Welt den Atem an: Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin betraten als erste Menschen den Mond – und mehr als eine halbe Milliarde Menschen schauten sich den „großen Schritt für die Menschheit“ live an den Fernsehbildschirmen an. Mit der Mission „Apollo 11“ hatten die USA den Wettlauf ins Weltall gewonnen und der 20. Juli wurde als Gedenktag zum „Internationalen Weltraumforschungstag“ ausgerufen. Die Weltraumforschung beschäftigt sich mit der Erforschung des Alls, etwa durch Beobachtung, Fernerkundung und Sondierung von Himmelskörpern, aber auch durch Experimente auf der Erde, die sich auf die Bedingungen im Weltraum übertragen lassen.

Das „Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) ist der deutsche Player in der international vernetzten Weltraumforschung. Das DLR erkundet das Weltall und plant und realisiert die deutsche Raumfahrt. Die DLR-Wissenschaftler erforschen aber auch die Erde, stellen Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickeln umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit. Denn ob Klimawandel, Landdegradierung, Artenvielfalt oder Naturkatastrophen – der„Blick von oben“ erlaubt ganz andere Einsichten in die Herausforderungen, denen die Menschen auf der Erde gegenüberstehen.

Wissenschaftler können beispielsweise aus dem Weltall beobachten, wie sich die Höhe des Meeresspiegels entwickelt oder wieviel Regenwald gerodet wird. Auch die Verteilung der Treibhausgase auf der Welt, die in direkter Verbindung zur Abholzung von Wäldern steht, wird aus dem Weltraum kartiert. Darüber hinaus bekommen die Menschen ganz praktische Hilfe für den Alltag aus dem All: „Die Erdbeobachtung durch Satelliten hilft uns, unsere Lebensumwelt besser zu verstehen“, sagt Gerd Gruppe, als DLR-Vorstandsmitglied zuständig für das Raumfahrtmanagement. „Sie ist damit eine von vielen Raumfahrttechnologien, die uns im Alltag nutzen: Navigation für den Mountainbiker, Fußballübertragung via Satellit oder Notfallkartierung für  Katastrophenhelfer.“

Internationaler Weltraumforschungstag am 20. Juli

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