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Beratungen in Paris: Merz warnt vor Stresstest

Nach Beratungen in Paris über die Straße von Hormus fordert Bundeskanzler Merz enge Abstimmung mit Washington - und warnt vor einer globalen Krise.

18.04.2026
 V.l.: Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Keir Starmer und Giorgia Meloni in Paris
V.l.: Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Keir Starmer und Giorgia Meloni in Paris © dpa

Teheran/Washington/Paris (dpa, d.de) – Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz warnt angesichts der Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vor einer Belastung der Beziehungen zu den USA. „Dieser Krieg darf nicht zum transatlantischen Stresstest werden“, sagte Merz in Paris nach Beratungen über einen möglichen Militäreinsatz zur Absicherung der Straße von Hormus entlang der iranischen Küste. „Insofern gilt es jetzt, einige Schlussfolgerungen gemeinsam zu ziehen“, fügte Merz hinzu und sagte: „Wenn dieses, was wir uns vorgenommen haben, misslingt, dann droht eine große multidimensionale globale Krise.“ Zuvor hatte Deutschland angekündigt, einen Beitrag zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten. Dieser könne in der Minenräumung und der Seeaufklärung bestehen. 

Die Lage an der Straße von Hormus bleibt angespannt. Nach einer Ankündigung der iranischen Staatsführung am Freitag, die Meerenge wieder für die Durchfahrt von Öltankern und Handelsschiffen zu öffnen, wurde die Öffnung nun wieder zurückgenommen. Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt. Diese richtet sich gegen Schiffe, die Häfen in Iran ansteuern oder diese verlassen. Laut US-Präsident Donald Trump soll diese „bis zum vollständigen Abschluss unserer Vereinbarungen mit dem Iran“ bestehen bleiben.