Bär: „Made in Germany“ soll für technologische Exzellenz stehen
Künstliche Intelligenz, Quantencomputer und neue Krebstherapien: Mit neuen Roadmaps will die Bundesregierung Innovationen beschleunigen.
Berlin (d.de) – Die Bundesregierung treibt ihre Hightech Agenda Deutschland voran und hat Fahrpläne für zentrale Zukunftstechnologien beschlossen. Die sogenannten Roadmaps legen konkrete Ziele und Meilensteine fest und sollen Forschung schneller in wirtschaftliche Anwendungen überführen. Nach Angaben der Bundesregierung ist bereits knapp die Hälfte der insgesamt 76 angekündigten Flaggschiffmaßnahmen gestartet.
Im Mittelpunkt stehen sechs Schlüsseltechnologien: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion sowie Technologien für klimaneutrale Energie und Mobilität. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken und technologische Abhängigkeiten zu verringern.
Forschungsministerin Dorothee Bär bezeichnete die Hightech Agenda als gemeinsames Modernisierungsprojekt für den Innovationsstandort Deutschland. Forschung müsse künftig schneller in Innovationen, neue Technologien und wirtschaftliche Stärke übersetzt werden. „Made in Germany soll weltweit für technologische Exzellenz stehen“, sagte Bär. Neue Technologien und Innovationen eröffneten enorme Möglichkeiten für Wachstum, Wohlstand und Fortschritt.
Die Roadmaps enthalten konkrete Vorhaben: Bis 2030 sollen zwei Quantencomputer auf europäischem Spitzenniveau entstehen. Im Bereich Biotechnologie wird eine erste personalisierte mRNA-Krebsimmuntherapie bis 2028 angestrebt. Deutschland soll zudem zum europäischen Zentrum für Chipdesign werden und seine Position bei industrieller Künstlicher Intelligenz ausbauen.
Die Roadmaps wurden gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Bundesländern entwickelt und sollen regelmäßig fortgeschrieben werden.