Unter 30, selbstständig: Deutschlands Gründer jung wie nie
Immer mehr junge Menschen in Deutschland gründen ein eigenes Unternehmen. Laut KfW waren 2025 so viele Gründerinnen und Gründer unter 30 wie nie zuvor.
Frankfurt/Main (d.de) – Immer mehr junge Menschen in Deutschland wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Nach Daten des aktuellen KfW-Gründungsmonitors waren 2025 rund 40 Prozent der Gründerinnen und Gründer jünger als 30 Jahre. Das ist laut der Förderbank KfW ein Rekordwert.
Auch das Durchschnittsalter sank weiter und lag 2025 bei 34,2 Jahren. Anfang der 2000er-Jahre lag es noch zwischen 37 und 38 Jahren. Mehr als ein Fünftel der jungen Gründerinnen und Gründer startete direkt aus dem Studium heraus.
Insgesamt stieg die Zahl der Existenzgründungen 2025 auf rund 690.000. Besonders stark nahm die Zahl der Nebenerwerbsgründungen zu. Viele Menschen suchten angesichts der wirtschaftlichen Lage nach zusätzlichen Einnahmequellen.
Nach Einschätzung der KfW spielen erfolgreiche Start-ups und Influencer als Vorbilder eine wichtige Rolle. Junge Menschen nähmen Gründende heute stärker über soziale Medien und digitale Plattformen wahr, erklärte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher.
Der sogenannte Gründergeist ist bei den unter 30-Jährigen besonders ausgeprägt. 36 Prozent der Befragten gaben an, lieber selbstständig als angestellt arbeiten zu wollen.
Die KfW erhebt den Gründungsmonitor seit dem Jahr 2000 jährlich. Für die aktuelle Studie wurden 50.000 Menschen in Deutschland befragt.