Bundesregierung verurteilt Einsatz von Oreschnik-Rakete in der Ukraine
Kanzler Merz und Außenminister Wadephul äußern sich deutlich. Bei den Angriffen Russlands auf Kyjiw wurden auch Studios der deutschen Sender ARD und DW beschädigt.
Berlin/Kyjiw (dpa) - Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich empört über die massiven russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw. „Die Bundesregierung verurteilt diese rücksichtslose Eskalation scharf. Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine“, schrieb Merz auf der Plattform X mit Blick auf den Einsatz der neuen und besonders zerstörerischen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik. Ähnlich äußerte sich Außenminister Johann Wadephul: „Russlands Raketenterror ist schockierend. Der Einsatz einer Oreschnik ist eine weitere Eskalation.“
Bei den russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt sind auch Studios der ARD-Korrespondenten und der Deutschen Welle (DW) stark beschädigt worden. Zum Zeitpunkt der Attacken habe sich niemand in den Studios aufgehalten.
„Den eigenen Arbeitsplatz völlig verwüstet zu sehen, ist ein Schock“, sagte Kyjiws ARD-Studioleiter Vassili Golod. Sein Team lasse sich jedoch nicht einschüchtern. „Trotz der schwierigen Nacht haben die Kolleginnen und Kollegen in Kyjiw am Morgen regulär ihre Schichten im Nachrichtenbetrieb aufgenommen“, sagte Mykola Berdnyk, Leiter des DW-Büros in Kyjiw.