Deutsche Bergungsfachleute in Venezuela angekommen
Mit Maschinen der Luftwaffe flogen knapp 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks ins Katastrophengebiet. Weitere Unterstützung soll folgen.
Berlin (dpa) – Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela sind Rettungskräfte aus Deutschland im Katastrophengebiet angekommen. Die Luftwaffe brachte 48 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) und vier Suchhunde nach Venezuela. Sie gehören zur Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des THW. Die Einheit entstand nach der Erdbebenkatastrophe in Mexiko 1985. Sie ist auf die Suche und Rettung von Personen nach schweren Erdbeben in städtischen Gebieten spezialisiert. Seit 2007 ist die SEEBA international klassifiziert und hat unter Beweis gestellt, dass sie den Qualitätskriterien der International Search and Rescue Advisory Group der Vereinten Nationen entspricht. In vielen Auslandseinsätzen konnte die Einheit ihre Fähigkeiten bereits zeigen und Menschen helfen, zuletzt zum Beispiel nach der Explosion im Hafen von Beirut (2020) oder dem schweren Erdbeben in der Türkei (2023).
Zudem wird die Bundeswehr am Samstag Hilfsgüter der Organisation Malteser nach Venezuela fliegen.