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Wadephul: Transatlantisches Verhältnis in tiefem Wandel

Bei der Jubiläumsfeier zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts fordert der deutsche Außenminister mehr europäische Einigkeit. Mit Blick auf die USA gibt er ein Plädoyer.

24.03.2026
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hält eine Rede auf der Jubiläumsveranstaltung "75 Jahre Wiedergründung des Auswärtigen Amts"
© picture alliance / photowerkstatt | Mike Schmidt

Berlin (dpa) - Außenminister Johann Wadephul fordert angesichts tiefgreifender Veränderungen in der US-Politik unter Präsident Donald Trump Einigkeit in Europa. „Unser transatlantisches Verhältnis befindet sich in einem tiefgehenden Wandel“, sagte Wadephul in Berlin bei einer Veranstaltung zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amtes nach dem Zweiten Weltkrieg am 15. März 1951. Da die Sicherheit in Europa womöglich konkreter in Gefahr sei als in den vergangenen 75 Jahren müsse diese „zu unserer Top-Priorität“ gemacht werden, sagte Wadephul.

Zugleich plädierte der Außenminister dafür, nie zu vergessen, dass es vor allem die USA gewesen seien, die Deutschland vom Nazi-Regime befreit, die junge Bundesrepublik geprägt und die Wiedervereinigung ermöglicht hätten. 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warb in seiner Festrede für eine moderne Außenpolitik, die militärische Stärke, Diplomatie und europäische Geschlossenheit verbinde. In einer unsichereren Welt bleibe eine regelbasierte Ordnung unverzichtbar.