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Deutsche Politik will digitale Gewalt härter bestrafen

Bei virtueller sexueller Gewalt sollen sowohl Plattformen als auch Täter einfacher belangt werden können. Auf einer Demonstration in Berlin zeigten Tausende ihre Solidarität mit den Opfern. 

23.03.2026
Demonstration in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt
Demonstration in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt © dpa

Berlin (dpa) - In der Debatte über digitale sexualisierte Gewalt haben zahlreiche Politikerinnen und Politiker in Deutschland härtere Gesetze und Maßnahmen gegen Täter und Internetplattformen gefordert. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigte an, zügig ein Gesetz zum besseren Schutz vor digitaler Gewalt vorzulegen.

An einer Demonstration „Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern“ am Sonntag in Berlin nahmen mehrere tausend Menschen teil. Hintergrund der aktuellen Debatte sind schwere Vorwürfe der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner. 

In ihrem Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung vereinbart, das Cyberstrafrecht zu reformieren und Strafbarkeitslücken zu schließen, etwa bei bildbasierter sexualisierter Gewalt und Deep Fakes.

Noch im Frühjahr soll es dazu einen Gesetzentwurf geben. Geplant ist, das Herstellen und Verbreiten pornografischer Deepfakes unter Strafe zu stellen.