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Weniger Schutzsuchende in Deutschland

Sie fliehen vor Krieg und Verfolgung: Ende 2025 hat es in Deutschland weniger Schutzsuchende gegeben als ein Jahr zuvor. Die meisten Schutzsuchenden kamen aus der Ukraine.

12.05.2026
Menschen ziehen in einer Demonstration durch eine Stadtstraße und tragen eine große blau-gelbe Flagge.
Die meisten Schutzsuchenden kamen Ende 2025 aus der Ukraine. © picture alliance / Caro | Bastian

Wiesbaden/Berlin (dpa) – Ende 2025 waren in Deutschland weniger Schutzsuchende registriert als ein Jahr zuvor. Im Ausländerzentralregister waren zum Jahresende 2025 etwa 3,2 Millionen Menschen als Schutzsuchende erfasst, teilte das Statistische Bundesamt mit. Ende 2024 waren es 2,1 Prozent und damit 68.000 Menschen mehr. Als Schutzsuchende gelten Ausländerinnen und Ausländer, die sich aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen in Deutschland aufhalten. Darunter fallen etwa auch Flüchtlinge und Asylbewerber. Die meisten Schutzsuchenden kamen aus der Ukraine (etwa 1,16 Millionen); zusammen mit syrischen und afghanischen Staatsangehörigen stellten sie zwei Drittel aller Schutzsuchenden. 

Parallel dazu wurden seit Mai 2025 etwa 35.000 Menschen unmittelbar an der Grenze oder bei illegalen Grenzübertritten zurückgewiesen. Seit dem 8. Mai 2025 stellte die Bundespolizei 47.659 unerlaubte Einreisen fest; 294 Personen aus vulnerablen Gruppen äußerten ein Asylgesuch. Festgenommen wurden 1.415 Schleuser und 8.842 Menschen mit offenen Haftbefehlen; zudem wurden 1.581 Personen aus dem extremistischen Spektrum festgestellt.