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Die Lutherstadt Wittenberg

In der deutschland.de-Serie „Meine Stadt“ verraten Rathaus-Chefs ihre Geheimtipps. Teil 2: Oberbürgermeister Eckhard Naumann über Wittenberg.

20.06.2013
Lutherstadt Wittenberg -  Eckhard Naumann, Wittenberg, Martin Luther
© picture-alliance/ZB - Wittenberg, Martin Luther

1. Herr Naumann, was ist das Besondere an Ihrer Stadt?

Die Lutherstadt Wittenberg wird besonders durch ihre Reformationsgeschichte in der Vergangenheit und durch die Industrialisierung der Gegenwart geprägt. „Wittenberg zwischen Luther und Chemie“ heißt nicht nur der aktuelle Film der Deutschen Welle über die Lutherstadt Wittenberg, dieses Themas bezeichnet auch den Status unserer Stadt. Der Spannungsbogen zwischen Historie und Moderne wird dabei ganz deutlich. Das Besondere an Wittenberg ist aber auch, dass man die Lutherstadt in der ganzen Welt kennt. Ich sage immer, Wittenberg ist eine kleine Weltstadt.

2. Was sehen Sie, wenn Sie aus Ihrem Bürofenster schauen?

Ich kann in die Vergangenheit sehen, wenn ich auf die Stadtkirche oder das Alte Rathaus schaue. Ich kann aber auch in die Zukunft blicken. Die Exerzierhalle direkt vor dem Neuen Rathaus wird als Veranstaltungshaus umgebaut. Und ich sehe den Schwanenteich, dieser Blick ändert sich nur mit den Jahreszeiten.

3. An welchem Ort in Ihrer Stadt halten sie sich am liebsten auf?

Mein Lieblingsort ist die Altstadt. Sie hat etwas Beständiges. Trotz der vielen Touristen strahlt sie Ruhe und Besinnung aus. Hier fand der berühmte Thesenanschlag an die Wittenberger Schlosskirche statt. Das Leben und Wirken der Reformatoren prägt bis heute die Altstadt. Die Originalschauplätze der Reformation zu besuchen hat immer einen besonderen Charme.

4. Welche Persönlichkeit Ihrer Stadt schätzen Sie am meisten?

Da fallen mir Lucas Cranach und Phillip Melanchthon ein. Cranach war ein Multitalent. Er war Maler, Bürgermeister und Apotheker – heute wäre er sicherlich ein Global Player. Phillip Melanchthon, weil er für mich derjenige ist, der dem Volk Bildung ermöglichte. Nicht umsonst wird er der Lehrer Deutschlands genannt.

5. Welchen Ort würden Sie Touristen gerne zeigen?

Im Stadtgebiet gibt es wunderschöne Flecken, wo man die Elbe im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erleben kann. Außerdem fällt mir da auch noch die Türmerwohnung in der Stadtkirche ein. Man hat zwar einen schwierigen Aufstieg, wird aber durch einen tollen Ausblick entschädigt.

6. Wo kann man die Menschen ihrer Stadt am besten kennenlernen?

Natürlich auf unseren Festen. Hier sind wir in Sachen Gastfreundschaft unübertroffen.

7. Und wo verbringen Sie am liebsten Ihren Urlaub?

Am liebsten in meinen Turnschuhen und auf meinem Fahrrad.

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