Berührende Geschichten

Traurig, witzig, bewegend: Junge Israelis und Deutsche schreiben auf, wie sie Begegnungen mit dem anderen Land erlebt haben. 

ConAct-Festabend mit Ministerin Giffey und Botschafter Issacharoff
ConAct-Festabend mit Ministerin Giffey und Botschafter Issacharoff ConAct/Ruthe Zuntz

Hannah lernt in Jerusalem, dass nur alte Damen biblische Namen tragen. Yaara besucht einen Freund in einer Wohnwagensiedlung in Leipzig. Scha’ul verlässt Tel Aviv, um in München Architektur zu studieren –und wird mit den nicht enden wollenden Fragen seiner Familie konfrontiert. Die wahren und fiktiven Geschichten, die junge Deutsche und Israelis für den Wettbewerb „Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen. Deutsch-Israelischer Austausch schreibt Geschichten“ verfasst haben, sind phantasievoll, berührend und auch voller Witz und Esprit. ConAct, das Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch hatte zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels zu der Schreibchallenge aufgerufen: Junge Menschen aus Israel und Deutschland sollten ihre Begegnungen und Erlebnisse im anderen Land als Reportagen oder Kurzgeschichten aufschreiben. 

Erlebnisse mit anderen teilen

„Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen: Dieser knappe Satz bringt es auf den Punkt – die gleichzeitige Bedeutung von Geschichte und Gegenwart, wenn junge Menschen aus Deutschland und Israel zusammenkommen“, sagt ConAct-Leiterin Christine Mähler. Nachzulesen sind die mehr als zwei Dutzend Beiträge jetzt auf Deutsch und Hebräisch in der Onlinebibliothek unter www.dont-forget-dance.org.Die acht markantesten Geschichten prämierte im Juli eine prominent besetzte Autorenjury. Zu der Festveranstaltung in Berlin kamen auch der Botschafter des Staates Israel Jeremy Issacharoff und die deutsche Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey. Neue Erzählungen können Jugendliche, die an deutsch-israelischen Austauschprogrammen teilgenommen haben, auch nach Ende des Wettbewerbs auf der Internetseite hochladen.  „Wir möchten jungen Menschen weiterhin die Möglichkeit geben, ihre Erlebnisse aufzuschreiben und sie mit anderen zu teilen“, sagt Christin Henke von ConAct, die das Projekt von Anfang an begleitet hat.

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