Entdecke DE: Weihnachtliches aus dem Erzgebirge

Mit der Serie „Entdecke DE“ geht es auf eine Reise quer durch Deutschland: Diesmal ins Erzgebirge, wo der weltbekannte Weihnachtsschmuck herkommt.

dpa/Daniel Kalker - Christmas decorations

Weihnachtspyramiden

Die oft mehrstöckigen Weihnachtspyramiden entstehen in Handarbeit in den zahlreichen Werkstätten rund um das sogenannte „Spielzeugdorf“ Seiffen in Sachsen. Die aufsteigende Wärme der Kerzen treibt das Flügelrad der Pyramide an, die sich daraufhin zu drehen beginnt. Mit gedrechselten Figuren und Tieren werden christliche und weltliche Szenen nachgestellt, oftmals ganze Geschichten erzählt. Die größte Weihnachtspyramide der Welt misst 14,65 Meter und ziert den berühmten Dresdner Striezelmarkt, einen der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands.

 

Nussknacker

Mund auf, Nuss rein und knack! Dem Nussknacker scheint das nicht zu gefallen, stets schaut er finster drein. Warum? Die ersten erzgebirgischen Nussknacker entstanden um 1870, als Könige, Soldaten und Generäle dem Volk das Leben schwer machten. Die Erzgebirger revanchierten sich auf ihre Art: Sie verewigten die Autoritäten in Holz, bemalten sie mit phantasievollen Uniformen und Waffen und ließen sie fortan harte Nüsse knacken.

 

Engel und Bergmann

Das Erzgebirge war lange Zentrum des Bergbaus in Mitteleuropa. So entstand das Weihnachtsmotiv des Bergmanns bereits im 15. Jahrhundert. Das Licht, das der Bergarbeiter unter Tage nur selten zu Gesicht bekam, trägt die Bergmannsfigur mit einer oder zwei Kerzen stolz in den Händen. Ihm zur Seite steht der Engel, der ebenfalls das Licht in der Hand hält und damit Liebe und Wärme spendet. Die in mühevoller Handarbeit geschnitzten und gedrechselten Figuren sind die wohl bedeutendsten Symbole der erzgebirgischen Holzkunst – und über die Grenzen Deutschlands bekannt.

 

Räuchermänner
Aus ihrem Mund steigt der Rauch einer Räucherkerze auf und verbreitet den unverwechselbaren Weihnachtsduft. Die dickbauchigen Räuchermänner werden aus heimischen Laubhölzern wie Birke, Buche, Linde oder Erle gedrechselt und anschließend von Hand bemalt. Die ersten Räuchermänner entstanden um 1830.

 

www.erzgebirge.org

 

www.spielzeugmuseum-seiffen.de

 

www.nussknackermuseum-neuhausen.de

 

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