Karneval der Kulturen

Auf Straßenparaden treffen sich im Sommer in Deutschland Künstler, Musiker, Tänzer und Akrobaten aus aller Welt.

picture-alliance/dpa - Carnival of Cultures
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Karneval der Kulturen, Berlin

Es duftet nach Räucherstäbchen, Zuckerwatte und Curry, für die Ohren gibt es Reggae, Chansons oder klassische Sitar-Musik. Und dann noch bunte Kostüme, so weit das Auge reicht. Einmal im Jahr kommt das alles an einem Ort zusammen, dann ist in Berlin „Karneval der Kulturen“, in Deutschland die älteste Veranstaltung ihrer Art. Zum ersten Mal fand sie 1996 statt. Bedeutende Persönlichkeiten wie der ehemalige deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker leisteten einen wichtigen Beitrag zur Entstehung des Berliner „Karnevals der Kulturen“. Die Idee: Ein großes Fest gegen Vorurteile gegenüber fremden Kulturen zu veranstalten, die verschiedenen Nationalitäten Berlins zusammenzubringen und Lebensfreude zu verbreiten. Das ist gelungen: 800.000 Besucher und 70 Gruppen nahmen 2013 am Höhepunkt des Karnevals teil, der Parade durch die Stadt. Acht Stunden lang bekommen die Besucher jedes Jahr an Pfingstsonntag Musik, Tanz, Performance und bildende Künste aus vielen Ländern der Welt geboten. www.karneval-berlin.de

 

Carnival der Kulturen, Bielefeld

Ein Jahr nach dem ersten „Karneval der Kulturen“ in Berlin übernahm die nordrhein-westfälische Stadt Bielefeld das Konzept und veranstaltet seitdem einen „Carnival der Kulturen“. 2014 ziehen 2000 Akteure in 70 Gruppen mit „heißen Rhythmen, fantasievollen Kostümen, farbenprächtigen Masken und spektakuläre Installationen durch die Bielefelder Innenstadt“, heißt es auf der Internetseite der Veranstaltung. Die Stadt, die 2014 ihr 800. Bestehen feiert, erwartet neben nationalen Künstlern, Tänzern und Musikern auch Teilnehmer aus Dänemark, Großbritannien und der Karibik. www.carnival-bielefeld.de

 

Parade der Kulturen, Frankfurt am Main

Erstmals haben die Veranstalter der Parade der Kulturen in Frankfurt am Main 2014 einen Botschafter auserkoren: den aus Nigeria stammenden Oliver Laz Emere, der 2004 nach Italien floh und seit November 2013 in einer Frankfurter Kirche lebt. Der 42-Jährige wirbt für kulturelle Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Das ist auch ein Anliegen der auftretenden Künstler. Seit vielen Jahren tritt die Tanzgruppe des Vereins „Puerta des Sol“ auf, die schon oft den ersten Platz des Tanzwettbewerbs belegt hat und sich aus in Deutschland lebenden Bolivianern, Chilenen, Peruanern, Paraguayern und vielen weiteren Nationalitäten zusammensetzt. www.parade-der-kulturen.de

 

Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung am 21. Mai 2014

 

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