Allein mit Nofretete

Antike in 3D und Monets Seerosenteich als Virtual-Reality-Erlebnis: Was deutsche Museen digital anbieten. Tipps der Redaktion.

Die Büste der Nofretete im Neuen Museum in Berlin
Die Büste der Nofretete im Neuen Museum in Berlin picture alliance / dpa

Museen stehen bei den Deutschen weit oben auf der Liste der beliebtesten Freizeitorte – mehr als 110 Millionen Besuche gibt es jedes Jahr. Jetzt haben die Ausstellungshäuser wegen der Corona-Pandemie Zwangspause. Immerhin kommen so endlich die spannenden Digitalformate zu ihrem Recht, die viele Museen entwickelt haben – und in diesen Tagen erweitern. Vier Tipps der Redaktion.

An Monets Seerosenteich mit Virtual Reality

Was könnte man derzeit besser gebrauchen als eine kleine Flucht aus dem Alltag an Monets Seerosenteich? Das Potsdamer Museum Barberini bietet eine Virtual-Reality-Führung durch Monets Garten in Giverny an, außerdem Gespräche mit Impressionismus-Expertinnen und Experten – und mehr.

Podcast „Finding van Gogh“

Schon vor Corona digital hervorragend aufgestellt war das Städel Museum in Frankfurt am Main, das seine Online-Angebote jetzt mit einer Botschaft verknüpft: #staydelathome. Unter anderem hat das Museum einen sehr empfehlenswerten Podcast im Repertoire. „Finding van Gogh“ erzählt auf Deutsch und Englisch die bewegte Geschichte des legendären „Bildnis des Dr. Gachet“ – und ist nominiert für den Deutschen Podcast Preis.

Digitale Kunsthalle

Eine Art Netflix der bildenden Kunst ist die Digitale Kunsthalle des ZDF. Wer sich nicht entscheiden kann oder mehrere Ausstellungen nacheinander anschauen möchte, bekommt hier unter anderem Zugang zu den virtuellen Varianten von „Beethoven – Welt.Bürger.Musik“ der Bundeskunsthalle Bonn oder „Inside Rembrandt“ des Wallraf-Richartz-Museums in Köln.

Pergamonaltar in 3D

Auch die Klassiker der deutschen Museumslandschaft sind weiter einen Ausflug wert – etwa der Pergamonaltar oder die Büste der Nofretete auf der Berliner Museumsinsel. Zumal sie sich online ohne Gedränge betrachten lassen. Die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin und das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung haben ein 3D-Modell des Pergamonaltars erstellt. Nofretete könnt ihr bei einem Rundgang durchs Neue Museum besuchen.

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